Ja, die Jobsuche während der Elternzeit ist erlaubt. Es gibt keine gesetzliche Vorschrift, die verbietet, sich in dieser Zeit nach neuen Stellen umzuschauen, Bewerbungen zu schreiben oder Vorstellungsgespräche zu führen. Die Elternzeit ist eine gute Gelegenheit, die eigene Karriere neu zu planen und sich auf den Wiedereinstieg nach der Elternzeit vorzubereiten. In diesem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen dazu.
Ist eine Jobsuche während der Elternzeit erlaubt?
Ja, die Jobsuche während der Elternzeit ist vollständig erlaubt. Sie dürfen sich bewerben, an Vorstellungsgesprächen teilnehmen und Jobangebote prüfen, ohne dass Ihnen rechtliche Nachteile entstehen. Ihr bestehender Arbeitsvertrag läuft weiter, aber aktiv nach neuen Möglichkeiten zu suchen, ist kein Problem.
Viele Eltern nutzen die Elternzeit bewusst, um sich neu zu orientieren. Vielleicht möchten Sie nach dem Wiedereinstieg andere Arbeitszeiten, eine neue Branche oder einen Arbeitgeber, der besser zu Ihrer neuen Lebenssituation passt. Das gilt für Berufseinsteiger genauso wie für erfahrene Fachkräfte, Führungskräfte oder Beschäftigte in kaufmännischen und technischen Berufen. Ein gezielter Neustart ist ein legitimer und kluger Schritt – unabhängig davon, auf welcher Karrierestufe Sie sich befinden.
Wichtig ist nur: Solange Sie noch in einem aktiven Arbeitsverhältnis stehen, gelten weiterhin Treuepflichten gegenüber Ihrem aktuellen Arbeitgeber. Das bedeutet, Sie sollten keine Geschäftsgeheimnisse weitergeben und keine Handlungen vornehmen, die dem Unternehmen schaden.
Darf man während der Elternzeit bei einem anderen Arbeitgeber arbeiten?
Ja, Sie dürfen während der Elternzeit bei einem anderen Arbeitgeber arbeiten, aber nur in einem begrenzten Umfang. Das Gesetz erlaubt eine Teilzeittätigkeit von bis zu 32 Stunden pro Woche. Dafür brauchen Sie jedoch die Zustimmung Ihres bisherigen Arbeitgebers.
Das klingt nach einer Hürde, aber in der Praxis stimmen viele Arbeitgeber zu, sofern keine direkten Interessenkonflikte bestehen. Sie müssen den Antrag schriftlich stellen und rechtzeitig ankündigen.
Wer also während der Elternzeit schon in einem neuen Job schnuppern möchte oder auf Teilzeitbasis Erfahrungen in einem anderen Bereich sammeln will, hat dazu die Möglichkeit. Das kann auch für den Lebenslauf wertvoll sein und zeigt Eigeninitiative beim Wiedereinstieg nach der Elternzeit – ob als Fachkraft, in einer kaufmännischen Funktion oder in einer neuen Führungsrolle.
Hat eine Bewerbung Auswirkungen auf das Elterngeld?
Nein, eine Bewerbung allein hat keine Auswirkungen auf das Elterngeld. Das Elterngeld wird nicht gekürzt oder gestrichen, weil Sie sich bewerben oder zu Vorstellungsgesprächen gehen. Erst wenn Sie tatsächlich eine bezahlte Arbeit aufnehmen, kann sich das auf die Höhe des Elterngeldes auswirken.
Konkret gilt: Wenn Sie während des Elterngeldbezugs arbeiten und dabei Einkommen erzielen, wird dieses Einkommen angerechnet. Das Elterngeld wird dann entsprechend reduziert. Wie stark die Kürzung ausfällt, hängt von Ihrem Verdienst ab.
Wenn Sie also überlegen, bereits während der Elternzeit eine Teilzeitstelle anzunehmen, lohnt es sich, vorher genau zu rechnen. Die Elterngeldstelle Ihres Wohnorts oder eine Beratungsstelle kann Ihnen dabei helfen, die finanziellen Auswirkungen zu verstehen.
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Jobsuche in der Elternzeit?
Der beste Zeitpunkt für die aktive Jobsuche in der Elternzeit ist etwa drei bis sechs Monate vor dem geplanten Wiedereinstieg. So haben Sie genug Zeit, um Bewerbungen zu schreiben, Gespräche zu führen und eine Stelle zu finden, die zu Ihren Wunscharbeitszeiten nach der Elternzeit passt.
Viele Eltern unterschätzen, wie lange ein Bewerbungsprozess dauern kann. Das gilt besonders, wenn Sie eine Fach- oder Führungsposition anstreben, flexible Arbeitszeiten benötigen oder eine Teilzeitstelle in einem kaufmännischen oder technischen Bereich suchen. Früh anzufangen, gibt Ihnen mehr Spielraum und stärkt Ihre Verhandlungsposition.
Nutzen Sie die ersten Monate der Elternzeit, um Ihren Lebenslauf zu aktualisieren, Ihre Ziele zu klären und sich über den Arbeitsmarkt in Ihrer Region zu informieren. Die eigentliche Bewerbungsphase können Sie dann gezielt starten, wenn der Wiedereinstiegstermin konkreter wird.
Wie erklärt man eine Elternzeit-Lücke im Lebenslauf?
Eine Elternzeit-Lücke im Lebenslauf muss nicht versteckt werden. Tragen Sie die Elternzeit offen als Zeitraum ein, zum Beispiel: „Elternzeit und Kindererziehung“ mit den entsprechenden Jahreszahlen. Das ist heute bei den meisten Arbeitgebern vollständig akzeptiert und wird nicht negativ bewertet.
Wenn Sie sich während der Elternzeit weitergebildet, Kurse belegt oder ehrenamtlich gearbeitet haben, können Sie das ebenfalls eintragen. Gerade für Fachkräfte und Beschäftigte in kaufmännischen Berufen kann eine gezielte Weiterbildung in dieser Zeit ein echtes Plus im Lebenslauf sein. Das zeigt, dass Sie die Zeit aktiv genutzt haben.
Im Vorstellungsgespräch können Sie die Elternzeit kurz und sachlich ansprechen. Betonen Sie, was Sie mitgenommen haben: Organisationstalent, Belastbarkeit, Multitasking. Und machen Sie deutlich, dass Sie jetzt bereit und motiviert für den Wiedereinstieg nach der Elternzeit sind.
Viele Arbeitgeber schätzen Eltern als Mitarbeiter, weil sie zuverlässig, pragmatisch und lösungsorientiert arbeiten. Eine Elternzeit ist kein Makel, sondern eine Lebensphase, die Sie geprägt hat – und die Ihnen oft Kompetenzen vermittelt, die im Berufsalltag direkt nützlich sind.
Wie kann ein Personaldienstleister beim Wiedereinstieg helfen?
Ein Personaldienstleister kann den Wiedereinstieg nach der Elternzeit deutlich einfacher machen. Er kennt den regionalen Arbeitsmarkt, hat Kontakte zu vielen Unternehmen und kann gezielt nach Stellen suchen, die zu Ihrer Situation passen – zum Beispiel mit flexiblen Arbeitszeiten, Teilzeitmodellen oder dem Wunsch nach einer neuen fachlichen Herausforderung.
Das gilt für alle Berufsgruppen: ob gewerblich-technische Berufe, kaufmännische Positionen, Fachkräfte mit Spezialisierung oder erfahrene Professionals, die nach der Elternzeit einen Karriereschritt machen möchten. Ein Personaldienstleister hilft Ihnen auch dabei, Ihren Lebenslauf aufzubereiten und sich gut auf Gespräche vorzubereiten.
So hilft temPERSO beim Wiedereinstieg nach der Elternzeit
Wir bei temPERSO unterstützen Sie konkret dabei, nach der Elternzeit wieder erfolgreich ins Berufsleben einzusteigen. Unser Schwerpunkt liegt in Baden-Württemberg und Bayern – wir kennen die Unternehmen und den Arbeitsmarkt in Ihrer Region und begleiten Kandidatinnen und Kandidaten aus unterschiedlichsten Berufsfeldern: vom gewerblich-technischen Bereich über kaufmännische Berufe bis hin zu Fach- und Führungskräften.
Das bieten wir Ihnen:
- Persönliche Beratung zu Ihren Wunscharbeitszeiten nach der Elternzeit, zum Beispiel Teilzeit, flexible Schichten oder feste Tageszeiten
- Hilfe beim Lebenslauf erstellen, damit Ihre Elternzeit professionell dargestellt wird
- Zugang zu hunderten von Stellenangeboten in der Region mit einer einzigen Bewerbung
- Flexible Einstiegsmodelle, zum Beispiel über Zeitarbeit mit der Möglichkeit zur Übernahme in eine Festanstellung
- Mehrsprachige Ansprechpartner an unseren Standorten, unter anderem auf Rumänisch und Ungarisch
- Unterstützung bei Unterkunft und Fahrdienst für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die von weiter weg kommen
Sie müssen sich nicht allein durch den Bewerbungsprozess kämpfen. Melden Sie sich bei uns und wir finden gemeinsam den richtigen nächsten Schritt für Sie.
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