Zerspanungsmechaniker

Zugang zur Tätigkeit

In der Regel benötigt man eine abgeschlossene Berufsausbildung als Zerspanungsmechaniker/in.

Berufsbezeichnung

Berufskundliche Gruppe

Zerspanungsmechaniker/in

Diesen Beruf haben Sie aktuell ausgewählt.

Duale Ausbildung

Zerspanungsmechaniker/in – Drehtechnik

Vorläuferberuf

Tätigkeit nach Ausbildung

Zerspanungsmechaniker/in – Automaten-Drehtechnik

Vorläuferberuf

Tätigkeit nach Ausbildung

Zerspanungsmechaniker/in – Frästechnik

Vorläuferberuf

Tätigkeit nach Ausbildung

Zerspanungsmechaniker/in – Schleiftechnik

Vorläuferberuf

Tätigkeit nach Ausbildung

Universalhobler/in

Vorläuferberuf

Tätigkeit nach Ausbildung

 

 

 

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

 

Schulische Vorkenntnisse

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2017 gab es im Ausbildungsbereich Industrie und Handel 5.589 Ausbildungsanfänger/innen. 60 Prozent der zukünftigen Zerspanungsmechaniker/innen verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss , 20 Prozent besaßen einen Hauptschulabschluss . 16 Prozent verfügten über die Hochschulreife , drei Prozent konnten keinen Hauptschulabschluss vorweisen.

 

Im Ausbildungsbereich Handwerk gab es 468 Ausbildungsanfänger/innen. 58 Prozent verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss, 32 Prozent besaßen einen Hauptschulabschluss. Acht Prozent verfügten über die Hochschulreife, ein Prozent konnte keinen Hauptschulabschluss vorweisen. Sechs Prozent der Ausbildungsanfänger/innen hatten vor Ausbildungsbeginn ein Berufsgrundbildungsjahr absolviert.

 

Quelle:

Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

Physik:

Um z.B. Fertigungsverfahren und Werkstoffeigenschaften zu beurteilen, sind Kenntnisse aus dem Physikunterricht wichtig, etwa Wissen über mechanische Grundlagen und Begriffe wie Masse und Kraft.

Werken/Technik:

Angehende Zerspanungsmechaniker/innen lernen u.a., mit handgeführten Werkzeugen Bauelemente zu fertigen. Wer handwerkliches Geschick und Kenntnisse aus dem Werkunterricht besitzt, ist daher im Vorteil. Da Zerspanungsmechaniker/innen in der Ausbildung auch lernen, Konstruktionszeichnungen zu lesen und selbst anzufertigen, sind Kenntnisse im Bereich Technisches Zeichnen nützlich.

Mathematik:

Um Bauteile in angemessener Qualität herzustellen, müssen die Auszubildenden lernen, Richtwerte, Maße und Toleranzen exakt einzuhalten oder z.B. beim maschinellen Spanen Maschinenwerte selbst zu ermitteln und anzupassen. Daher ist es wichtig, dass sie Zahlenverständnis und geometrische Kenntnisse besitzen sowie die Grundrechenarten beherrschen.

Informatik:

Kenntnisse in diesem Bereich sind hilfreich für die Arbeit mit informationstechnischen Systemen, mit Assistenz-, Diagnosesystemen, Systemen der Steuerungstechnik oder CNC-Maschinen .

 

Anerkennung ausländischer Qualifikationen

Die Tätigkeit als Zerspanungsmechaniker/in ist nicht reglementiert.

Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch kann eine Feststellung der Gleichwertigkeit deutschen Arbeitgebern helfen, die im Ausland erworbenen beruflichen Fähigkeiten besser zu beurteilen.

Informationen zur Feststellung der Gleichwertigkeit für anerkannte Ausbildungsberufe bietet das Informationsportal der Bundesregierung zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen: www.anerkennung-in-deutschland.de

Zuständige Stellen sind die Industrie- und Handelskammern. Für die Antragstellung ist folgende zentrale Stelle eingerichtet worden:

IHK FOSA
Ulmenstraße 52g
D – 90443 Nürnberg
Tel. +49.911.815060
Fax +49.911.81506100
Email: info@ihk-fosa.de
http://www.ihk-fosa.de

Über Qualifizierungsmaßnahmen zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse informiert KURSNET – Das Portal für berufliche Aus- und Weiterbildung

Handwerkliche und technische Berufe (nicht-akademisch)

Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:

 

Gesundheitliche Aspekte

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.

  • Körperbeweglichkeit (z.B. bei der Einrichtung von Maschinen oder deren Wartung in der Hocke oder über Kopf arbeiten)
  • Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Dreh-, Fräs-, Bohr- und Schleifmaschinen bedienen)
  • Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Werkstück-Rohlinge in Haltevorrichtungen exakt aufspannen und ausrichten)
  • Nahsehvermögen – auch korrigiert (z.B. mit Messschiebern und Messschrauben die Qualitätsprüfung der Produkte durchführen)
  • Gesunde, widerstandsfähige Haut an Händen und Armen (z.B. mit Schmier- und Kühlmitteln hantieren)
  • Gesunde Atemwege und Lunge (z.B. unter Einwirkung von Rauchgasen, Dämpfen oder Metallstaub arbeiten)

Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung muss im Einzelfall durch eine ärztliche Untersuchung festgestellt werden.

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.

  • Eingeschränkte Beweglichkeit (z.B. bei der Einrichtung von Maschinen oder deren Wartung in der Hocke oder über Kopf arbeiten)
  • Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Dreh-, Fräs-, Bohr- und Schleifmaschinen bedienen)
  • Eingeschränkte Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. Werkstück-Rohlinge in Haltevorrichtungen exakt aufspannen und ausrichten)
  • Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. mit Messschiebern und Messschrauben die Qualitätsprüfung der Produkte durchführen)
  • Chronische oder allergische Hauterkrankungen oder mangelnde Widerstandsfähigkeit der Haut an Händen und Armen (z.B. mit Schmier- und Kühlmitteln hantieren)
  • Chronische oder allergische Atemwegs- und Lungenerkrankungen (z.B. unter Einwirkung von Rauchgasen, Dämpfen oder Metallstaub arbeiten)
  • Schwere Anfallsleiden (z.B. Verletzungsrisiko durch schnell rotierende Werkzeuge bzw. Werkstücke)

Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Nichteignung muss im Einzelfall durch eine ärztliche Untersuchung festgestellt werden.

 

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um diesen Beruf erlernen und ausüben zu können. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit genannt. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.

  • Interesse an praktisch-konkreten Tätigkeiten
    • B. Bearbeiten von Metall durch Drehen, Fräsen und Schleifen
    • B. Arbeiten mit computergesteuerten Dreh- oder Fräsautomaten
    • B. Bedienen von Dreh- und Fräsmaschinen
  • Interesse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeiten
    • B. Maschinentestläufe durchführen und protokollieren
    • B. Kontrollieren und Dokumentieren der exakten Maßhaltigkeit von Werkstücken
  • Interesse an theoretisch-abstrakten Tätigkeiten
    • B. Analysieren und Beurteilen von Fertigungsaufträgen auf technische Umsetzbarkeit

 

Arbeits-/ Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Beruf ausüben zu können.

  • Leistungs- und Einsatzbereitschaft(z.B. bereitwilliges Übernehmen von zusätzlichen Arbeiten bei Produktionsspitzen in metallverarbeitenden Betrieben)
  • Sorgfalt(z.B. genaues Einrichten von numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen für die Herstellung von Präzisionsbauteilen)
  • Selbstständige Arbeitsweise(z.B. eigenständiges Vorgehen beim Bedienen, Einstellen und Warten von Dreh- und Fräsmaschinen)

 

Fähigkeiten

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten , Kenntnisse und Fertigkeiten werden benötigt, um den Beruf lernen und ausüben zu können. Bei einigen Fähigkeiten wird ein Ausprägungsgrad genannt. Dieser gilt für den mittleren oder typischen Vertreter dieses Berufes.

Fähigkeiten

  • Gut durchschnittliches allgemeines intellektuelles Leistungsvermögen
  • Gut durchschnittliches rechnerisches Denken (Beispiele siehe unter Kenntnisse und Fertigkeiten)
  • Gut durchschnittliches räumliches Vorstellungsvermögen (z.B. Beurteilen und Analysieren von Fertigungsaufträgen auf technische Umsetzbarkeit)
  • Daueraufmerksamkeit (z.B. sorgfältiges Überwachen eines Zerspanungsprozesses)
  • Handgeschick (z.B. Einstellen von Fräs-, Dreh-, Bohr- und Schleifmaschinen)
  • Auge-Hand-Koordination (z.B. Steuern von konventionellen Fräsmaschinen)
  • Handwerkliches Geschick (z.B. Montieren von Zusatzeinrichtungen für verschiedene Dreh-, Bohr- und Fräsverfahren)
  • Technisches Verständnis (z.B. Übernehmen von Wartungs- und Inspektionsaufgaben an Maschinen; Eingabe von Bearbeitungsparametern in CNC-gesteuerte Zerspanungsmaschinen)

Hinweis: Die Ausprägungsgrade beziehen sich auf Personen mit Hauptschulabschluss.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Ermitteln und Anpassen von Maschinenwerten für maschinelles Spanen; Berechnen von Richtwerten, Maßen und Toleranzen)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Verstehen von Arbeitsanweisungen auch bei Maschinenlärm)

 

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie man Werkstoffeigenschaften beurteilt und Werkstoffe nach ihrer Verwendung auswählt
  • die Betriebsbereitschaft von Werkzeugmaschinen sicherzustellen und Werkstücke und Bauteile herzustellen
  • unter Einhaltung der Datenschutzbestimmungen sowie betrieblicher Richtlinien zur Nutzung von IT-Systemen, Datenträgern oder Internet z.B. informationstechnische Systeme zur Auftragsplanung, -abwicklung und Terminverfolgung anzuwenden
  • welche Assistenz-, Simulations-, Diagnose- oder Visualisierungssysteme es gibt und wie sie genutzt werden
  • wie man Betriebsmittel inspiziert, pflegt und wartet
  • steuerungstechnische Unterlagen auszuwerten und Steuerungstechnik anzuwenden
  • wie man Programme für numerisch gesteuerte Werkzeugmaschinen oder Fertigungssysteme eingibt, testet, ändert und wie man sie optimieren kann
  • wie man Werkstücke mit spanabhebenden Fertigungsverfahren nach technischen Unterlagen fertigt
  • wie betriebliche Qualitätssicherungssysteme angewendet werden und wie man die Ursachen von Qualitätsmängeln systematisch sucht, beseitigt und dokumentiert
  • wie man betriebliche Qualitätssicherungssysteme im eigenen Arbeitsbereich anwendet und Prüfverfahren und Prüfmittel auswählt

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:

  • in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Fertigen von Bauelementen mit Maschinen, Optimieren des Fertigungsprozesses)
  • in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde

Spezialisierung während der Ausbildung

Die Ausbildung wird in einem Einsatzgebiet vertieft, je nach Ausbildungsbetrieb z.B.:

  • Drehautomatensysteme
  • Drehmaschinensysteme
  • Fräsmaschinensysteme
  • Schleifmaschinensysteme

Zusatzqualifikationen

Die Ausbildungsordnung sieht vor, dass in der Ausbildung eine oder mehrere der folgenden Zusatzqualifikationen erworben werden können: „Systemintegration“, „Prozessintegration“, „Additive Fertigungsverfahren“ und „IT-gestützte Anlagenänderung“. Diese sogenannten kodifizierten Zusatzqualifikationen ermöglichen es Auszubildenden, sich fachlich über die Erstausbildung hinaus zu qualifizieren. Sie werden im Rahmen der Abschlussprüfung gesondert geprüft.

 

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.

Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan

  1. und 2. Ausbildungsjahr:

Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:

  • Betriebliche und technische Kommunikation
  • Planen und Organisieren der Arbeit, Bewerten der Arbeitsergebnisse
  • Unterscheiden, Zuordnen und Handhaben von Werk- und Hilfsstoffen
  • Herstellen von Bauteilen und Baugruppen
  • Einrichten von Werkzeugmaschinen oder Fertigungssystemen
  • Warten von Betriebsmitteln
  • Planen des Fertigungsprozesses
  • Anschlagen, Sichern und Transportieren
  • Kundenorientierung
  • Herstellen von Werkstücken
  • Überwachen und Optimieren von Fertigungsabläufen
  • Steuerungstechnik
  • Programmieren von numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen oder Fertigungssystemen

Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:

  • Fertigen von Bauelementen mit handgeführten Werkzeugen
  • Fertigen von Bauelementen mit Maschinen
  • Herstellen von einfachen Baugruppen
  • Warten technischer Systeme
  • Herstellen von Bauelementen durch spanende Fertigungsverfahren
  • Warten und Inspizieren von Werkzeugmaschinen
  • Inbetriebnehmen steuerungstechnischer Systeme
  • Programmieren und Fertigen mit numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen

Teil 1 der Abschlussprüfung vor Ende des 2. Ausbildungsjahres

  1. und 4. Ausbildungsjahr:

Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:

  • Vertiefung der Kenntnisse aus den beiden ersten Ausbildungsjahren
  • Geschäftsprozesse und Qualitätssicherungssysteme im Einsatzgebiet

Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:

  • Herstellen von Bauelementen durch Feinbearbeitungsverfahren
  • Optimieren des Fertigungsprozesses
  • Planen und Organisieren rechnergestützter Fertigung
  • Vorbereiten und Durchführen eines Einzelfertigungsauftrages
  • Organisieren und Überwachen von Fertigungsprozessen in der Serienfertigung

Teil 2 der Abschlussprüfung in der Mitte des 4. Ausbildungsjahres

 

Finanzielle Aspekte

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Nicht tarifgebundene Betriebe müssen laut Berufsbildungsgesetz
in jedem Fall eine angemessene Ausbildungsvergütung gewähren. Orientierungsmöglichkeiten bieten die einschlägigen tarifvertraglichen Vereinbarungen. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.

Beispiel Metallhandwerk (monatlich brutto – je nach Bundesland):

  1. Ausbildungsjahr: € 440 bis € 952
  2. Ausbildungsjahr: € 500 bis € 995
  3. Ausbildungsjahr: € 560 bis € 1.067
  4. Ausbildungsjahr: € 610 bis € 1.122

Beispiel Metall- und Elektroindustrie (monatlich brutto – je nach Bundesland):

  1. Ausbildungsjahr: € 976 bis € 1.047
  2. Ausbildungsjahr: € 1.029 bis € 1.102
  3. Ausbildungsjahr: € 1.102 bis € 1.199
  4. Ausbildungsjahr: € 1.141 bis € 1.264

 

Ausbildungsdauer /-abschluss

Ausbildungsdauer

3,5 Jahre

Anrechnungs- und Fortsetzungsmöglichkeiten

Eine abgeschlossene Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik der Fachrichtung Zerspanungstechnik kann auf die Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker/zur Zerspanungsmechanikerin angerechnet werden.

Abschlussbezeichnung

Zerspanungsmechaniker/Zerspanungsmechanikerin

 

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:

Im Betrieb

  • Praktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Maschinen einrichten, Bauteile nach Vorgabe herstellen, Qualität prüfen
  • Umgebung: in Produktionshallen bei Maschinenlärm, Staub, Dämpfen und Gerüchen
  • Kleidung: Schutzkleidung, z.B. Arbeitshandschuhe, Schutzbrille, ggf. Gehörschutz
  • Arbeitszeit: Schichtarbeit
  • Anforderungen:
    • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Rüsten von Zerspanungsmaschinen, bei der Arbeit mit informationstechnischen Systemen)
    • Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Drehen, Fräsen und Schleifen von Metall)
    • Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Überwachen des Zerspanungsprozesses)
    • Technisches Verständnis (z.B. Durchführen von Einstell-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten)
    • Gute körperliche Konstitution (z.B. Arbeiten in Zwangshaltungen oder Austauschen schwerer Bauteile)

An der Berufsschule

Unterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht

 

Ausbildungsorte

Zerspanungsmechaniker/innen werden im dualen System ausgebildet.

Lernorte sind

  • Ausbildungsbetrieb (i.d.R. Metall be- und verarbeitende Industriebetriebe): Maschinen- und Fertigungshallen, Werkstätten
  • Berufsschule: Unterrichtsräume

Können Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.

 

Ausbildung im Ausland

Um Teile der Ausbildung im Ausland zu absolvieren, bieten sich zum Beispiel folgende Möglichkeiten:

  • Großbritannien, Italien, Spanien, Tschechien Auslandspraktikum „EuroSkill-plus“ für Auszubildende in gewerblich-technischen Berufen
    Ort: Torquay/Plymouth (Großbritannien), Brescia (Italien), Sevilla/Barcelona (Spanien), Budweis/Strakonice (Tschechien)
    Dauer: 4 Wochen
    Weitere Informationen: Mehr Chancen auf dem europäischen Arbeitsmarkt – Auslandsaufenthalte für Auszubildende

  • Verschiedene europäische Länder Auslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation „Europaassistent/in“
    Dauer: mindestens 3 Wochen
    Zugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss
    Weitere Informationen z.B.: Europaassistent/in

 

Tätigkeitsinhalte

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Zerspanungsmechaniker/innen fertigen Bauteile z.B. für Maschinen, Motoren oder Turbinen. Hierfür arbeiten sie in der Regel mit CNC- Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen. Sie geben die Fertigungsparameter in die Maschinen ein oder rufen Programme aus dem Maschinenspeicher ab und modifizieren sie ggf. Dann wählen sie die Werkzeuge aus, spannen Metallrohlinge ein, richten sie aus und fahren die Maschinen an. Sie überwachen die Bearbeitungsprozesse, entnehmen die fertigen Werkstücke, prüfen, ob Maße und Oberflächenqualität den Vorgaben entsprechen. Bei Störungen suchen sie nach festgelegten Prüfverfahren nach dem Grund und beseitigen das Problem. Auch die regelmäßige Inspektion und Wartung der Maschinen gehört zu ihren Aufgaben.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?

Zerspanungsmechaniker/innen fertigen Präzisionsbauteile meist aus Metall durch spanende Verfahren wie Drehen, Fräsen, Bohren oder Schleifen. Dabei arbeiten sie in der Regel mit CNC-gesteuerten Werkzeugmaschinen oder Fertigungssystemen. Diese richten sie ein und überwachen Zerspanungsprozesse.

Arbeitsabläufe planen

Zerspanungsmechaniker/innen stellen Einzelteile, Prototypen sowie Klein-, Mittel- und Großserien her. Sie fertigen z.B. Winkelstücke, Zahnräder, Gewinde, Profilwalzen oder Triebwerksteile für Flugzeuge, Bauteile, die nur wenige Millimeter messen, ggf. aber auch Erzeugnisse, die einige Tonnen wiegen. Zunächst ermitteln sie die Fertigungsparameter . Sie prüfen die vom Kunden gelieferten Unterlagen, machen sich mit der technischen Zeichnung des Werkstücks vertraut und berechnen ggf. noch fehlende Angaben, z.B. welche Drehzahl für ein bestimmtes Material erforderlich ist. Ggf. recherchieren sie z.B. im Internet noch zusätzliche Informationen. Sie legen die Bearbeitungstechniken fest, z.B. Drehen , Fräsen oder (ultraschallunterstütztes) Schleifen und planen die Bearbeitungsabläufe.

Maschinen einrichten, Bearbeitungsprozesse überwachen

Wenn sie mit CNC-Maschinen arbeiten, geben sie die Fertigungsparameter über die Maschinentastatur ein bzw. rufen bereits vorhandene Steuerungsprogramme aus dem Maschinenspeicher ab und passen sie u.U. an die Angaben des jeweiligen Auftrags an. Dann wählen sie die Werkzeuge aus, etwa Drehmeißel, Fräsen und Bohrer – prüfen sie auf Schärfe, Abmessung und Form, montieren und positionieren sie. Ggf. montieren sie auch die Spannvorrichtungen sowie Zusatzeinrichtungen für verschiedene Dreh- und Fräsverfahren. Sie stellen die Fräs-, Schleif-, Bohrgeschwindigkeit und -tiefe ein, sofern dies nicht im Bearbeitungsprogramm festgelegt ist. Schließlich spannen sie den Rohling ein und starten den Fertigungsprozess. Sorgfältig überwachen sie die Bearbeitungsprozesse. Besonders in der Einzelfertigung nehmen sie immer wieder Zwischenmessungen am Werkstück vor, um sicherzustellen, dass die Maße und Qualitätsrichtlinien exakt eingehalten werden. Bei der geringsten Abweichung justieren sie die Einstellungen nach. Bohrungen, Aussparungen oder Vertiefungen müssen sich exakt an den vorgeschriebenen Stellen befinden, damit technische Systeme später reibungslos funktionieren. Ist ein Werkstück fertiggestellt, messen Zerspanungsmechaniker/innen, ob alle Maße präzise mit den Auftragsdaten übereinstimmen, und überprüfen die Oberflächenqualität. Ggf. müssen scharfe Kanten noch per Hand abgeschliffen bzw.entgratet werden.

Wartung und Reparatur

Die Wartung und Pflege von Maschinen und Werkzeugen gehört ebenfalls zu ihrem Aufgabenbereich. Sie inspizieren Betriebseinrichtungen nach Inspektions- und Wartungsplänen, stellen Maschinenwerte neu ein, tauschen Verschleißteile aus, prüfen Lager und ziehen Schrauben nach. Drehmeißel und Bohrer schleifen sie nach, reinigen sie und tragen ggf. Korrosionsschutzmittel auf. Sie füllen Kühlmittel sowie Schmierstoffe nach und entsorgen die Reste fachgerecht. Treten Störungen auf, suchen sie die Störungsursachen. Dabei gehen sie nach festgelegten Prüfverfahren vor und setzen ggf. auch Diagnosesysteme ein. Sind Schäden an Lager oder Führungen der Maschine aufgetreten oder Unwuchten an rotierenden Teilen? Müssen defekte Werkzeuge ausgetauscht oder Ersatzteile bestellt werden? Um defekte Bauteile austauschen zu können, müssen sie ggf. Baugruppen oder Maschinen demontieren. Nach der Instandsetzung führen sie Funktionstests durch.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

  • Arbeitsaufgaben planen und vorbereiten

    • Arbeit mit vor- und nachgelagerten Bereichen im Betrieb sowie mit Kunden abstimmen
    • technische Unterlagen auswerten, fehlende Angaben berechnen
    • ggf. mithilfe von CAD- Programmen technische Zeichnungen sowie dreidimensionale Modelle anfertigen
  • Bauteile für technische Produkte aller Art mit Werkzeugmaschinen oder Fertigungssystemen herstellen

    • Bearbeitungsparameter z.B. in CNC- Maschinen oder ggf. digital vernetzte Fertigungssysteme eingeben bzw. aus dem Arbeitsspeicher abrufen
    • Werkzeuge, z.B. Drehmeißel, Fräsen und Bohrer, auswählen, auf Schärfe, Form, Abmessung prüfen, einbauen und positionieren, Rohlinge einspannen
    • Fräs-, Schleif-, Bohrgeschwindigkeit und -tiefe sowie ggf. weitere Werte an den Maschinen einstellen, sofern nicht im Programm festgelegt
    • Maschinen in Betrieb nehmen, Fertigungsprozesse überwachen
    • mit Messschiebern, -schrauben, Lehren , Oberflächenmess- und anderen Prüfgeräten Zwischenmessungen an den Werkstücken durchführen
    • fertige Werkstücke entnehmen, Maßhaltigkeit und Oberflächengüte prüfen, Oberflächen ggf. nacharbeiten, z.B. entgraten
  • Maschinen und Anlagen instandhalten

    • nach Inspektions- bzw. Wartungsplänen Betriebsanlagen prüfen, Bauteile ggf. demontieren, defekte oder Verschleißteile austauschen, Funktionen prüfen
    • Ursachen von Defekten suchen, ggf. auch mithilfe von Diagnosesystemen
    • Ersatzteile bestellen bzw. selbst anfertigen, zunehmend auch im Additiven Fertigungsverfahren (3-D-Druck)
    • defekte Teile austauschen, Funktionsprüfungen durchführen

 

Verdienstmöglichkeiten

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): € 3.060 bis € 3.362

 

Berufsbezeichnung

Tätigkeitsbezeichnungen

  • Zerspanungsmechaniker/in

Auch übliche Berufsbezeichnungen/Synonyme

  • Automateneinrichter/in
  • Bohrwerkdreher/in
  • Universalschleifer/in
  • Walzendreher/in
  • Zerspanungsfachkraft (m/w)

Abweichende Berufsbezeichnungen der ehemaligen DDR

  • Automateneinrichter/Automateneinrichterin – spangebende Formung
    (Ausbildungsberuf bis 1905)
  • Drehautomateneinrichter/Drehautomateneinrichterin
    (Ausbildungsberuf von 1964 bis 1976)
  • Facharbeiter/Facharbeiterin für Werkzeugmaschinen – Fachrichtung Bohren
    (Ausbildungsberuf von 1985 bis 1990)
  • Facharbeiter/Facharbeiterin für Werkzeugmaschinen – Spezialisierungsrichtung Drehen
    (Ausbildungsberuf von 1985 bis 1990)
  • Facharbeiter/Facharbeiterin für Werkzeugmaschinen – Spezialisierungsrichtung Fräsen
    (Ausbildungsberuf von 1985 bis 1990)
  • Facharbeiter/Facharbeiterin für Werkzeugmaschinen – Fachrichtung Hobeln
    (Ausbildungsberuf von 1985 bis 1990)
  • Facharbeiter/Facharbeiterin für Werkzeugmaschinen – Spezialisierung Schleifen
    (Ausbildungsberuf von 1985 bis 1990)
  • Zerspanungsfacharbeiter/ Zerspanungsfacharbeiterin – Spezialisierungsrichtung Automatische Werkzeugmaschinen
    (Ausbildungsberuf von 1976 bis 1985)
  • Zerspanungsfacharbeiter/ Zerspanungsfacharebeiterin – Spezielaisierung Bohrwerke
    (Ausbildungsberuf von 1976 bis 1985)
  • Zerspanungsfacharbeiter/Zerspanungsfacharbeiterin – Drehmaschinen
    (Ausbildungsberuf von 1976 bis 1985)
  • Zerspanungsfacharbeiter/Zerspanungsfacharbeiterin Fachrichtung Fräsmaschinen
    (Ausbildungsberuf von 1976 bis 1985)
  • Zerspanungsfacharbeiter/Zerspanungsfacharbeiterin – Schleifmaschinen
    (Ausbildungsberuf von 1976 bis 1985)
  • Zerspanungsfacharbeiter/Zerspanungsfacharbeiterin – Fachrichtung Stoß- und Hobelmaschinen
    (Ausbildungsberuf von 1976 bis 1985)

Frühere Berufsbezeichnungen

  • Dreher/Dreherin
    (Ausbildungsberuf von 1936 bis 2002)
  • Hobler/Hoblerin
    (Ausbildungsberuf von 1943 bis 1989)
  • Zerspanungsmechaniker/Zerspanungsmechanikerin Fachrichtung Automaten-Drehtechnik
    (Ausbildungsberuf von 1987 bis 2004)
  • Zerspanungsmechaniker/Zerspanungsmechanikerin Fachrichtung Drehtechnik
    (Ausbildungsberuf von 1987 bis 2004)
  • Zerspanungsmechaniker/Zerspanungsmechanikerin Fachrichtung Frästechnik
    (Ausbildungsberuf von 1987 bis 2004)
  • Zerspanungsmechaniker/Zerspanungsmechanikerin Fachrichtung Schleiftechnik
    (Ausbildungsberuf von 1987 bis 2004)

Vergleichbare Berufsbezeichnungen im deutschsprachigen Ausland

Schweiz

  • Polymechaniker/in

Österreich

  • Metalltechniker/in

Berufsbezeichnung in englischer Sprache

  • Milling machine operator (m/f)

Berufsbezeichnung in französischer Sprache

  • Mécanicien/Mécanicienne d’usinage

 

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während der Ausbildung erwirbt:

  • Arbeit nach Zeichnung
  • Automatendrehen
  • Automatenfräsen
  • Bohren
  • CNC-Kenntnisse, CNC-Programmieren
  • Drehen
  • Fräsen
  • Maschineneinrichtung, Anlageneinrichtung
  • Maschinenführung, Anlagenführung, -bedienung
  • Messen, Prüfen (Metalltechnik)
  • Schleifen (Metall)
  • Zerspanungstechnik

Weitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:

  • 3D-Visualisierungsprogramme
  • Arbeitsvorbereitung
  • CAD (Computer Aided Design)-Systeme anwenden
  • Feinwerktechnik
  • Hydraulik
  • Mess-, Steuer-, Regeltechnik (MSR)
  • Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung
  • Werkzeugmaschinentechnik
  • Werkzeugvoreinstellung

Weitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:

  • Kompetenzgruppe „CNC-, NC-Programme“
  • Kompetenzgruppe „Zerspanungstechnische Verfahren“

 

Arbeitsbedingungen

Arbeitsorte

Zerspanungsmechaniker/innen arbeiten in erster Linie

  • in Werk- bzw. Fabrikhallen
  • in Werkstätten

Arbeitssituation

Zerspanungsmechaniker/innen arbeiten an CNC -gesteuerten Maschinen, aber auch an konventionellen Fräs-, Dreh-, Bohr- und Schleifmaschinen. Mit Präzisionsmessgeräten prüfen sie die Qualität der Werkstücke. Von Hand spannen sie z.B. die Werkstücke oder den Drehmeißel ein. Sie tragen Schutzkleidung, etwa Arbeitshandschuhe, Schutzbrille und ggf. Gehörschutz. In den Produktionshallen herrscht meist Maschinenlärm. Metallstaub und unangenehme Gerüche liegen in der Luft. Rauchgase und Dämpfe können die Atemwege reizen. Je nach Tätigkeit fliegen Funken oder es fallen scharfe Metallspäne an. An den Maschinen kommen die Zerspanungsmechaniker/innen mit Schmier-, Kühl- und Reinigungsmitteln in Berührung. In metallbearbeitenden Industriebetrieben wird häufig im Schichtbetrieb gearbeitet.

Da Zerspanungsmechaniker/innen Präzisionsteile fertigen, die bis auf wenige hundertstel Millimeter passgenau sein müssen, sind eine sorgfältige und exakte Arbeitsweise, Geschicklichkeit und eine gute Auge-Hand-Koordination notwendig. Beim Durchführen von Funktionstests oder für die Eingabe der Bearbeitungsparameter in CNC-gesteuerte Maschinen bzw. in digital vernetzte Fertigungssysteme ist technisches Verständnis wichtig. Die Arbeit kann körperlich anstrengend sein, wenn Maschinen eingerichtet und beschickt und bei Wartungsarbeiten Zwangshaltungen eingenommen werden müssen.

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

  • Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. konventionelle oder computergesteuerte Werkzeugmaschinen, digital vernetzte Fertigungssysteme)
  • Handarbeit (z.B. Werkstücke einspannen, Maschinen in Betrieb nehmen)
  • Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (Schutzmaske, -brille, -handschuhe, Gehörschutz, Sicherheitsschuhe)
  • Arbeit in Werkstätten, Werk-/Produktionshallen
  • Arbeit bei Rauch, Staub, Gasen, Dämpfen (z.B. Metallstaub, Funkenflug)
  • Arbeit unter Lärm (z.B. Maschinenlärm)
  • Arbeit mit Schmierstoffen (Öl, Fett)
  • Unfallgefahr (z.B. Verletzungsrisiko durch schnell rotierende Werkzeuge bzw. Werkstücke)
  • Schichtarbeit
  • Arbeit unter Zwangshaltungen (z.B. über Kopf, in gebückter Haltung, in der Hocke bei Montage- oder Wartungsarbeiten)

 

Arbeitsgegenstände

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Erzeugnisse, z.B.: Präzisionsfräs – und -drehteile für Maschinen, Fahrzeuge, Elektromotoren, Steuerungs- und Regelungstechnik

Maschinen und Anlagen, z.B.: konventionelle und CNC-gesteuerte Fräs-, Dreh-, Bohr- und Schleifmaschinen, Fertigungssysteme, ggf. Anlagen für die Additive Fertigung (3-D-Druck )

Geräte und Werkzeuge, z.B.: Schweiß- und Löt geräte, Rautiefen-, Oberflächen-, 3-D -Messgeräte, Feilen, Sägen, Messschieber und -lehren

Hilfsstoffe, z.B.: Kühl- und Schmiermittel, Hydraulikflüssigkeiten

Unterlagen und Software, z.B.: technische Zeichnungen, Stücklisten, Wartungspläne, Normen, Sicherheitsbestimmungen, Arbeits- und Umweltschutzvorgaben, CAD-Programme , Assistenz-, Simulations-, Diagnose-, Visualisierungssysteme

 

Typische Branchen

Arbeitsbereiche/Branchen

Zerspanungsmechaniker/innen finden Beschäftigung

  • im Maschinenbau
  • in der Metallbearbeitung bzw. Zerspanungstechnik
  • im Fahrzeugbau

Branchen im Einzelnen

  • Maschinenbau, Werkzeugbau

    • Herstellung von Werkzeugmaschinen
    • Herstellung von Werkzeugen
    • Herstellung von Maschinen für sonstige bestimmte Wirtschaftszweige, z.B. für die Textil-, Lebensmittel- oder Papierindustrie
  • Metallbearbeitung, Metallbau, Schweißen

    • Mechanik a. n. g., insbesondere Unternehmen der Zerspanungstechnik
  • Kraftfahrzeuge

    • Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenmotoren
    • Herstellung von sonstigen Teilen und sonstigem Zubehör für Kraftwagen
  • Luft-, Raumfahrzeuge

    • Luft- und Raumfahrzeugbau
  • Zweiräder

    • Herstellung von Krafträdern
  • Elektrische Anlagen und Bauteile

    • Herstellung von Elektromotoren, Generatoren und Transformatoren

 

Anpassungsweiterbildung

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Spanende Metallverformung, CNC- , CAD-Technik oder Produktions- und Fertigungstechnik).

Darüber hinaus kann sich der Trend, kollaborierende Roboter einzusetzen, zu einem wichtigen Weiterbildungsthema für Zerspanungsmechaniker/innen entwickeln.

 

Aufstiegsweiterbildung

Aufstiegsweiterbildung bietet die Möglichkeit, beruflich voranzukommen und in Führungspositionen zu gelangen (z.B. durch die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Metall oder eine Weiterbildung als Techniker/in der Fachrichtung Maschinentechnik mit dem Schwerpunkt Zerspanungstechnik).

Ein Studium eröffnet weitere Berufs- und Karrierechancen (z.B. durch einen Bachelorabschluss in den Studienfächern Maschinenbau oder Produktionstechnik).

 

Möglichkeiten nach Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessern

Eine gute Startposition können sich angehende Zerspanungsmechaniker/innen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung kodifizierte Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Prozesstechnik durch die Zusatzqualifikation „Prozessintegration“.

Die passende Beschäftigung finden

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Zerspanungsmechaniker/innen in Betrieben des Maschinenbaus und der Zerspanungstechnik sowie im Fahrzeugbau.

Die Beschäftigungsfähigkeit sichern

Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von spanender Metallverformung bis hin zu CNC- oder CAD-Technik .

Beruflich weiterkommen

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Metall abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Maschinenbau erwerben.

 

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:

Metallbearbeitung

Produktionsplanung, -steuerung

Qualitätssicherung, -management

 

Ähnliche Berufe

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.

Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Zerspanungsmechaniker/in an:

Job- und Besetzungsalternativen

für berufliche Schwerpunkte (i.d.R. kurze Einarbeitung):

für Teiltätigkeiten und berufliche Einsatzmöglichkeiten (mit/ohne Einarbeitung):

in angrenzenden Berufen:

mit niedrigerem Qualifikationsniveau:

Eine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:

Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Zerspanungsmechaniker/in an:

Tätigkeitsfeld Feinwerktechnik, Werkzeugbau

Gemeinsamkeiten:

  • Bauteile für Maschinen, Werkzeuge, Instrumente mit Werkzeugmaschinen fertigen
  • nach technischen Zeichnungen arbeiten
  • Bearbeitungsprozesse überwachen
  • Qualitätskontrollen durchführen

Tätigkeitsfeld Maschinen- und Anlagenbau

Gemeinsamkeiten:

  • Werkzeugmaschinen einrichten, programmieren und bedienen
  • nach technischen Zeichnungen arbeiten
  • Bearbeitungsprozesse überwachen
  • Qualitätskontrollen durchführen

Hinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung, eine Zusatzausbildung oder eine neue Ausbildung, die allerdings oft verkürzt absolviert werden kann.

Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Zerspanungsmechaniker/in an:

Tätigkeitsfeld Feinwerktechnik, Werkzeugbau

Gemeinsamkeiten:

  • Teile für Maschinen und Produktionsanlagen mit Werkzeugmaschinen fertigen
  • nach technischen Zeichnungen arbeiten
  • Bearbeitungsprozesse überwachen
  • Qualitätskontrollen durchführen

Tätigkeitsfeld Maschinen- und Anlagenbau

Gemeinsamkeiten:

  • Werkzeugmaschinen einrichten, programmieren und bedienen
  • nach technischen Zeichnungen arbeiten
  • Bearbeitungsprozesse überwachen
  • Qualitätskontrollen durchführen