Oberflächenbeschichter

 

Zugang zur Tätigkeit

In der Regel benötigt man eine abgeschlossene Berufsausbildung als Oberflächenbeschichter/in.

Berufsbezeichnung

Berufskundliche Gruppe

Oberflächenbeschichter/in

Diesen Beruf haben Sie aktuell ausgewählt.

Duale Ausbildung

Galvaniseur/in

Vorläuferberuf

Tätigkeit nach Ausbildung

Galvaniseur/in u. Metallschleifer/in

Vorläuferberuf

Tätigkeit nach Ausbildung

 

 

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen im Ausbildungsbereich Industrie und Handel überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit mittlerem Bildungsabschluss ein, im Ausbildungsbereich Handwerk überwiegend mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hauptschulabschluss .

 

Schulische Vorkenntnisse

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2017 gab es im Ausbildungsbereich Industrie und Handel 171 Ausbildungsanfänger/innen. 54 Prozent der zukünftigen Oberflächenbeschichter/innen verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss , 23 Prozent besaßen einen Hauptschulabschluss . 17 Prozent verfügten über die Hochschulreife , vier Prozent konnten keinen Hauptschulabschluss vorweisen.

 

Im Ausbildungsbereich Handwerk gab es 48 Ausbildungsanfänger/innen. 50 Prozent verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss, 44 Prozent besaßen einen Hauptschulabschluss. Sechs Prozent verfügten über die Hochschulreife. Jeweils sechs Prozent der Ausbildungsanfänger/innen hatten vor Ausbildungsbeginn an einer Berufsvorbereitungsmaßnahme teilgenommen, ein Berufsgrundbildungsjahr oder ein Berufsvorbereitungsjahr absolviert.

 

Quelle:

Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

Chemie:

Um beispielsweise die chemischen Vorgänge beim Galvanisieren zu verstehen, sind Chemiekenntnisse eine wichtige Voraussetzung.

Physik:

Kenntnisse der physikalischen Gesetze und Zusammenhänge sind wichtig, um die physikalischen Grundlagen der Arbeit zu verstehen, etwa beim Testen von beschichteten Leiterplatten.

Mathematik:

Mathematik gehört zum Ausbildungsalltag von Oberflächenbeschichtern und -beschichterinnen. Um beispielsweise Metallmengen für Elektrolytbäder zu berechnen, benötigt man mathematische Kenntnisse.

Werken/Technik:

Wer in der Ausbildung über Fähigkeiten im technischen Werken verfügt, ist im Vorteil, wenn es darum geht, Material zu bearbeiten.

 

Anerkennung ausländischer Qualifikationen

Die Tätigkeit als Oberflächenbeschichter/in ist nicht reglementiert.

Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch kann eine Feststellung der Gleichwertigkeit deutschen Arbeitgebern helfen, die im Ausland erworbenen beruflichen Fähigkeiten besser zu beurteilen.

Informationen zur Feststellung der Gleichwertigkeit für anerkannte Ausbildungsberufe bietet das Informationsportal der Bundesregierung zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen: www.anerkennung-in-deutschland.de

Zuständige Stellen sind die Industrie- und Handelskammern. Für die Antragstellung ist folgende zentrale Stelle eingerichtet worden:

IHK FOSA
Ulmenstraße 52g
D – 90443 Nürnberg
Tel. +49.911.815060
Fax +49.911.81506100
Email: info@ihk-fosa.de
http://www.ihk-fosa.de

Über Qualifizierungsmaßnahmen zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse informiert KURSNET – Das Portal für berufliche Aus- und Weiterbildung

Handwerkliche und technische Berufe (nicht-akademisch)

Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:

 

Gesundheitliche Aspekte

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.

  • Belastbarkeit der Wirbelsäule, Beine, Arme und Hände (z.B. Anlagen warten und instandhalten; Wannen und Behälter reinigen)
  • Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Werkstücke vor der Behandlung reinigen, entfetten und schleifen)
  • Nahsehvermögen – auch korrigiert (z.B. Schichtdicken, Haftfestigkeit, Härte und Leitfähigkeit mit Messgeräten prüfen)
  • Gesunde, widerstandsfähige Haut an Händen und Armen (z.B. mit Chemikalien umgehen; Schutzkleidung wie Overall, Handschuhe und Schutzbrille tragen)
  • Gesunde Atemwege und Lunge (z.B. wegen gesundheitsgefährdender Dämpfe bei der Arbeit Atemschutzmasken tragen)

Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung muss im Einzelfall durch eine ärztliche Untersuchung festgestellt werden.

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.

  • Eingeschränkte Belastbarkeit der Wirbelsäule, Beine, Arme und Hände (z.B. Anlagen warten und instandhalten; Wannen und Behälter reinigen)
  • Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. Werkstücke vor der Behandlung reinigen, entfetten und schleifen)
  • Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. Schichtdicken, Haftfestigkeit, Härte und Leitfähigkeit mit Messgeräten prüfen)
  • Chronische oder allergische Hauterkrankungen oder mangelnde Widerstandsfähigkeit der Haut an Händen und Armen (z.B. mit Chemikalien umgehen; Schutzkleidung wie Overall, Handschuhe und Schutzbrille tragen)
  • Chronische oder allergische Atemwegs- und Lungenerkrankungen (z.B. wegen gesundheitsgefährdender Dämpfe bei der Arbeit Atemschutzmasken tragen)
  • Stoffwechselkrankheiten (z.B. Belastungen durch Schichtarbeit)
  • Chronische Magen- oder Darmleiden (z.B. Belastungen durch Schichtarbeit)

Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Nichteignung muss im Einzelfall durch eine ärztliche Untersuchung festgestellt werden.

 

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um diesen Beruf erlernen und ausüben zu können. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit genannt. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.

  • Interesse an praktisch-konkreten Tätigkeiten
    • B. Beschichten und Veredeln von Metall- und Kunststoffoberflächen
    • B. Nachbehandeln von Werkstücken durch Polieren und Glätten
    • B. Einrichten der Maschinen und Anlagen für das Beschichtungsverfahren

 

Arbeits-/ Sozialverhelten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Beruf ausüben zu können.

  • Leistungs- und Einsatzbereitschaft(z.B. bereitwilliges Übernehmen von zusätzlichen Arbeiten bei Produktionsspitzen in der Lohngalvanik)
  • Sorgfalt(z.B. genaues Überwachen der Badverweildauer; exaktes Prüfen der Schichtdichte; Kontrollieren der Niederschläge im Hinblick auf Haftfestigkeit, Härte oder Leitfähigkeit)
  • Selbstständige Arbeitsweise(z.B. eigenständiges Vorgehen bei der Einrichtung von Beschichtungsanlagen und der Beseitigung von Störfällen)

 

Fähigkeiten

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten , Kenntnisse und Fertigkeiten werden benötigt, um den Beruf lernen und ausüben zu können. Bei einigen Fähigkeiten wird ein Ausprägungsgrad genannt. Dieser gilt für den mittleren oder typischen Vertreter dieses Berufes.

Fähigkeiten

  • Durchschnittliches allgemeines intellektuelles Leistungsvermögen
  • Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Wahrnehmen von Unregelmäßigkeiten am Untergrund oder in den Tauchbädern)
  • Daueraufmerksamkeit (z.B. laufende Überprüfung von Beschichtungsvorgängen)
  • Handgeschick (z.B. Reinigen, Entfetten und Schleifen von Werkstücken vor der Behandlung)
  • Reaktionsgeschwindigkeit (z.B. rasches Beseitigen von Störungen)
  • Handwerkliches Geschick (z.B. Anfertigen von Vorrichtungen und Gestellen für Beschichtungsobjekte)
  • Technisches Verständnis (z.B. Warten und Instandhalten von Maschinen und Anlagen)

Hinweis: Die Ausprägungsgrade beziehen sich auf Personen mit Hauptschulabschluss.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Berechnen von Metallmengen für Elektrolytbäder)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Hörverstehen unter z.T. erschwerten Bedingungen wie Lärm)

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • Werkstücke aus unterschiedlichem Material umzuformen, zu feilen, sägen, bohren, senken, schweißen, kleben, löten und sie schließlich auf ihre Beschichtbarkeit zu prüfen
  • wie man beschichtete und unbeschichtete Oberflächen mechanisch, chemisch oder elektrolytisch vorbereitet und behandelt und dabei die entsprechenden Anlagen bedient
  • wie man verantwortungs- und umweltbewusst mit Betriebs- und Gefahrstoffen umgeht, welche umwelttechnischen Verfahren es gibt, um Wasser zu sparen und Stoffe rückgewinnen zu können
  • wie man Messgeräte handhabt, Werkstücke mit unterschiedlichen Werkzeugen misst, prüft und kennzeichnet, wie Korrosionsprüfungen durchgeführt werden und wie andere Messwerte, z.B. Umweltparameter, erfasst und protokolliert werden
  • was bei der Vorbereitung von Arbeitsablauf und Materialbedarf zu beachten ist, wie man Skizzen anfertigt, Datenträger handhabt und die Arbeitsergebnisse kontrolliert und protokolliert
  • wie man eine der Alternativen im Bereich Oberflächentechnologie anwendet, entweder die chemische und elektrochemische Abscheidung von Metallen und Legierungen, die Anodisationstechnik, die Dünnschichttechnik oder das Feuerverzinken
  • was bei der Bedienung und Wartung der unterschiedlichen Einrichtungen und Anlagen zu beachten ist, wobei die verwendeten Anlagen zum Teil von der gewählten Oberflächentechnologie abhängig sind
  • welche gesetzlichen Vorschriften hinsichtlich des Umweltschutzes beachtet werden müssen und wie man mit Abfällen und Reststoffen umgeht
  • was bei der Suche und Beseitigung von Fehlern und Qualitätsmängeln wichtig ist
  • wie man Beschichtungen mittels unterschiedlicher Verfahren entfernen kann, z.B. durch Entlacken

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:

  • in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Sonderverfahren anwenden und optimieren, umweltschonende Entsorgungstechniken einsetzen)
  • in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde

Spezialisierung während der Ausbildung

Die Ausbildung wird in der Berufsbildposition „Oberflächentechnologie“ in einer der folgenden Alternativen vertieft:

  • Chemische und elektrochemische Abscheidung von Metallen und Legierungen
  • Anodisationstechnik
  • Dünnschichttechnik
  • Feuerverzinken

Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation „Europaassistent/in“ eröffnet für Auszubildende mit einem mittleren Bildungsabschluss die Möglichkeit, interkulturelle Kompetenzen aufzubauen, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern und sich fachlich – über die Erstausbildung hinaus – zu bilden. Bestandteile der Zusatzqualifikation sind ein besonderer Berufsschulunterricht (z.B. Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht) und ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Weitere Informationen erteilt z.B.:

Europaassistent/in

 

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.

Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan

  1. und 2. Ausbildungsjahr:

Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:

  • betriebliche und technische Kommunikation
  • Planen und Steuern von Arbeitsabläufen, Kontrollieren und Beurteilen der Ergebnisse
  • Prüfen, Anreißen und Kennzeichnen
  • Grundlagen der mechanischen Fertigungs- und Fügeverfahren, Herstellen von Betriebsmitteln
  • Erfassen von Messwerten
  • Warten von Betriebsmitteln
  • Vor- und Nachbehandeln von unbeschichteten und beschichteten Oberflächen
  • Regeln von Produktionsprozessen
  • Umgang mit Betriebs- und Gefahrstoffen, verfahrenstechnische Grundoperationen
  • Qualitätsmanagement
  • Wärmebehandlung
  • Einsetzen von Vorrichtungen und Gestellen
  • Bedienen, Überwachen und Warten von Einrichtungen und Anlagen
  • Entfernen von Beschichtungen
  • Beurteilen von Oberflächen
  • Verfahren der Umwelttechnik
  • eine der folgenden vier Alternativen der Oberflächentechnologie:

    • chemische und elektrochemische Abscheidung von Metallen und Legierungen
    • Anodisationstechnik
    • Dünnschichttechnik
    • Feuerverzinken

Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:

  • oberflächentechnische Verfahren und Anwendungsbereiche analysieren
  • Werkstücke für verschiedene Beschichtungsverfahren vorbereiten
  • metallische Werkstücke zur Beschichtung vor- und nachbehandeln
  • nichtmetallische Werkstücke zur Beschichtung vor- und nachbehandeln
  • Werkstücke zum Beschichten vorbereiten
  • Werkstücke anwendungsbezogen beschichten
  • Anlagen bedienen, überwachen und warten
  • Sonderverfahren sachgerecht einsetzen

Zwischenprüfung vor Ende des 2. Ausbildungsjahres

  1. Ausbildungsjahr:

Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:

  • Vertiefen der Kenntnisse aus dem 1. und 2. Ausbildungsjahr

Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:

  • Beschichtungsverfahren anwenden und Gesamtfertigungsprozesse optimieren
  • Leiterplatten herstellen
  • Sonderverfahren anwenden und optimieren
  • umweltschonende Entsorgungstechniken einsetzen

Abschluss-/Gesellenprüfung nach dem 3. Ausbildungsjahr

 

Finanzielle Aspekte

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Nicht tarifgebundene Betriebe müssen laut Berufsbildungsgesetz
in jedem Fall eine angemessene Ausbildungsvergütung gewähren. Orientierungsmöglichkeiten bieten die einschlägigen tarifvertraglichen Vereinbarungen. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.

Beispiel Galvaniseurhandwerk (monatlich brutto):

  1. Ausbildungsjahr: € 770
  2. Ausbildungsjahr: € 800
  3. Ausbildungsjahr: € 855

Die tarifvertragliche Regelung gilt für das gesamte Bundesgebiet.

Beispiel Metall- und Elektroindustrie (monatlich brutto – je nach Bundesland):

  1. Ausbildungsjahr: € 976 bis € 1.047
  2. Ausbildungsjahr: € 1.029 bis € 1.102
  3. Ausbildungsjahr: € 1.102 bis € 1.199

 

Ausbildungsdauer /-aspekte

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Abschlussbezeichnung

Oberflächenbeschichter/Oberflächenbeschichterin

 

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:

Im Betrieb

  • Praktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Werkstücke vorbehandeln, in Gestelle einhängen, Tauch- bzw. Beschichtungs-, Eloxier- oder Entlackungsvorgänge überwachen, Werkstücke entnehmen, Oberflächen prüfen
  • Umgebung: in Werkstätten oder -hallen bei Wärme, Dämpfen und unangenehmen Gerüchen
  • Kleidung: Schutzkleidung (Overall, Handschuhe, Schutzbrille)
  • Arbeitszeit: in Industriebetrieben Schichtarbeit, ggf. Akkordarbeit
  • Anforderungen:
    • Sorgfalt (z.B. beim Überwachen der Verweildauer im Tauchbad oder beim Prüfen der Schichtdicke)
    • Beobachtungsgenauigkeit und Aufmerksamkeit (z.B. Wahrnehmen von Unregelmäßigkeiten in der Beschichtung während der laufenden Überprüfung der Beschichtungsvorgänge)
    • Handwerkliches Geschick (z.B. beim Vor- und Nachbehandeln von Werkstücken)
    • Entscheidungsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit (z.B. rasches Erkennen und Beseitigen von Störungen im Fertigungsprozess)

An der Berufsschule

Unterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht

 

Ausbildungsorte

Oberflächenbeschichter/innen werden im dualen System ausgebildet.

Lernorte sind

  • Ausbildungsbetrieb (i.d.R. Handwerks- und Industriebetriebe im Bereich der Oberflächenbeschichtung): Werkhallen, Labors
  • Berufsschule: Unterrichtsräume

Können Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.

Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:

  • für die Länder Baden-Württemberg, Berlin, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen-Anhalt in Schwäbisch Gmünd (Baden-Württemberg): Gewerbliche Schule Schwäbisch Gmünd Berufsschulzentrum
    Heidenheimer Straße 1
    D – 73529 Schwäbisch Gmünd
    +49.7171.804100
    Fax +49.7171.804104
    Email: verwaltung@gs-gd.de
    http://www.gs-gd.de/
  • für die Länder Berlin, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein in Solingen (Nordrhein-Westfalen): Technisches Berufskolleg Solingen
    Oligschlägerweg 9
    D – 42655 Solingen
    +49.212.223800
    Fax +49.212.2238060
    Email: info@tbk-solingen.de
    http://www.tbk-solingen.de
  • für die Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Zwickau (Sachsen): Berufliches Schulzentrum für Bau- und Oberflächentechnik des Landkreises Zwickau
    Werdauer Straße 72
    D – 08060 Zwickau
    +49.375.21183000
    Fax +49.375.21183009
    Email: bsz-bau-zwickau@t-online.de
    http://www.bsz-bautechnik-zwickau.de/

Quelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen

 

Ausbildung im Ausland

Um Teile der Ausbildung im Ausland zu absolvieren, bieten sich zum Beispiel folgende Möglichkeiten:

 

Tätigkeitsinhalte

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Oberflächenbeschichter/innen beschichten bzw. veredeln Metall- und Kunststoffoberflächen mithilfe von Oberflächentechniken wie Galvanotechnik, Feuerverzinken, Anodisieren (Eloxieren ) und anderen chemischen, elektrochemischen, elektrischen und physikalischen Verfahren. Hierfür bereiten sie die Werkstücke und die Behandlungslösungen vor. Dann bringen sie z.B. in galvanischen Bädern oder in Vakuumbeschichtungsanlagen Beschichtungen auf. Schließlich kontrollieren Oberflächenbeschichter/innen die Werkstücke und behandeln sie ggf. nach. Sie reinigen Wannen sowie Behälter und Chemikalien und entsorgen elektrolytische Lösungen fachgerecht. Darüber hinaus warten sie die Anlagen und halten sie instand.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?

Oberflächenbeschichter/innen stellen mit unterschiedlichen Verfahren und Techniken metallische Überzüge auf Metallen oder Kunststoffen her.

Im Tauchbad

Zunächst lesen sie die technischen Unterlagen des Arbeitsauftrags und bereiten die zu beschichtenden bzw. zu veredelnden Werkstücke vor, indem sie die Beschaffenheit der Oberfläche prüfen und eventuelle Verschmutzungen oder Ablagerungen entfernen. Um z.B. einen Galvanisier- oder Eloxier vorgang zu starten, setzen Oberflächenbeschichter/innen Chemikalien sowie Elektrolyt bäder an. Sie füllen sehr kleine Werkstücke in Trommeln oder befestigen größere Werkstücke auf – teilweise selbst angefertigten – Gestellen. Trommeln und Gestelle werden anschließend in die Behandlungslösungen getaucht. Im Galvanisierbad – einer Metallsalzlösung – befindet sich das Metall, das auf die Werkstückoberfläche aufgebracht werden soll. Damit der Prozess in Gang kommt, müssen sowohl die Werkstücke als auch das in Stangen oder Platten vorliegende Auftragsmetall in einen elektrischen Stromkreis eingebunden werden. Dazu werden die Werkstücke mit dem Minuspol (Kathode), das Metall mit dem Pluspol (Anode) einer Gleichspannungsquelle verbunden. Da die Flüssigkeit elektrisch leitend ist, entsteht ein Stromkreis. Unter dem Einfluss der elektrischen Spannung wandern die Ionen des Auftragsmetalls zum Werkstück und lagern sich dort als sehr gleichmäßige Oberfläche ab. Auch beim Eloxieren von Aluminium bzw. Aluminiumlegierungen kommen Tauchbäder zum Einsatz. Hier wird die Schutzschicht durch ein Umwandeln der obersten Metallschicht erzeugt.

Die Feuerprobe

Das Feuerverzinken dient meist dem Korrosionsschutz. Auch sehr große Werkstücke oder Bauteile aus Stahl können feuerverzinkt werden. Oberflächenbeschichter/innen bereiten die Werkstücke vor, indem sie diese entfetten, beizen , spülen und trocknen. Dann tauchen sie die Werkstücke mittels geeigneter Vorrichtungen in das Verzinkungsbad, das eine Temperatur zwischen 440 und 530 Grad Celsius hat. Beim Verzinkungsvorgang bildet sich als Folge einer wechselseitigen Diffusion (Durchdringung) des flüssigen Zinks mit der Stahloberfläche auf dem Stahlteil ein Überzug, eine Eisen-Zink-Legierungsschicht. Beim Herausziehen der feuerverzinkten Gegenstände bleibt auf der obersten Legierungsschicht eine Schicht aus Zink haften. An der Luft oder in einem Wasserbad kühlen Oberflächenbeschichter/innen das verzinkte Werkstück dann ab.

Ein weiteres Verfahren ist die Dünnschichttechnik oder Vakuumbeschichtung. Hier tragen Oberflächenbeschichter/innen im Unterdruck- oder Vakuumverfahren Plasmen auf die Oberflächen auf. Zunehmend wenden sie auch nanotechnologische Verfahren an oder Plasma-Oberflächentechniken mit kratzresistenter und schmutzabweisender Funktion.

Prüfen, steuern, instand halten

Nachdem die Behandlung abgeschlossen ist, werden z.B. Schichtdicke, Haftfestigkeit, Härte, Farbgebung oder elektrische Leitfähigkeit geprüft und die Werkstücke gegebenenfalls – z.B. durch Polieren – nachbehandelt. Umgekehrt können in speziellen Tauchbädern auch Beschichtungen, z.B. Lackschichten (fehl)lackierter Metallbauteile, von Fahrzeugteilen oder Lackiergehängen entfernt werden.

Oberflächenbeschichter/innen steuern diese Prozesse, berechnen die benötigten Metallmengen sowie die jeweilige Behandlungsdauer, richten die Anlagen ein und führen während der Vorgänge immer wieder Kontrollen durch. Auch das Warten und Instandhalten der Anlagen sowie das Reinigen von Wannen und Behältern gehören zu ihren Aufgaben. Da in den Bädern häufig giftige Chemikalien enthalten sind, prüfen sie die Abwasserwerte vor der Ableitung in die Kanalisation entsprechend den gesetzlichen Vorschriften. Umwelt- und qualitätsbewusstes Handeln ist ebenso wichtig wie das Einhalten der Sicherheitsbestimmungen.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

  • zu beschichtende Werkstücke vorbehandeln, z.B. reinigen, entfetten und schleifen, nicht zu behandelnde Flächen mit Wachs oder Lack abdecken
  • Metall- und Kunststoffoberflächen für dekorative oder technische Zwecke beschichten bzw. veredeln

    • Gold- und Silberüberzüge auftragen (für die Schmuck- und Besteckindustrie sowie für Elektrotechnik und Elektronik, z.T. auch für Bauteile der Mikrotechnik)
    • Metalle färben
    • Aluminium auf elektrolytischem Weg eloxieren
    • Hartchromschichten zur Erhöhung der Verschleißfestigkeit von Oberflächen herstellen
    • Chrom, Messing, Nickel und andere Metalle zur Verbesserung der Oberflächengüte zu dekorativen Zwecken aufbringen
    • Stahlteile zur Erhöhung der Korrosionsfestigkeit verzinken
    • Leiterplatten galvanisieren
    • Plasmen aufbringen (z.B. auf medizintechnische Objekte)
    • Galvanoplastiken herstellen
  • metallische Bauteile und Werkstücke entlacken
  • oberflächentechnische Abläufe steuern und regeln

    • Chemikalien und Metalle prüfen
    • Prozessdaten festlegen, Parameter einstellen
    • Elektrolytbäder, Verzinkungsbäder ansetzen
    • Werkstücke in Trommeln einfüllen bzw. an – z.T. selbst zu fertigenden – Gestellen befestigen, Trommeln und Gestelle in Behandlungsbäder eintauchen
    • Badverweildauer festlegen und überwachen
    • Elektrolyte untersuchen, galvanische, vakuumtechnische oder Feuerverzinkungsanlagen (Behandlungszeit, Stromdichte) überwachen
    • Anlagen über Regelkreise, Prozessleitsteuerungssysteme oder mit mechanischer Steuerung einstellen und nachregulieren
  • technische Arbeitsunterlagen lesen, anwenden und herstellen
  • Arbeitsergebnisse kontrollieren, bewerten und ggf. korrigieren

    • Schichtdicke prüfen
    • Niederschläge auf Haftfestigkeit, Härte, Leitfähigkeit u.Ä. prüfen
  • Werkstücke nachbehandeln, z.B. Rauigkeit einebnen durch Polieren und Glätten
  • oberflächentechnische Vorgänge dokumentieren
  • Anlagen warten und instand halten, Wannen und Behälter reinigen
  • Abwasserwerte entsprechend den gesetzlichen Vorschriften vor der Ableitung in die Kanalisation prüfen, Bäder und Abwässer fachgerecht leeren, entsorgen und entgiften, Chemikalien entsorgen

 

Verdienstmöglichkeiten

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (in der Stunde): € 15,14 bis € 18,74

 

Berufsbezeichnungen

Tätigkeitsbezeichnungen

  • Oberflächenbeschichter/in

Abweichende Berufsbezeichnungen der ehemaligen DDR

  • Facharbeiter/ Facharbeiterin für Emailliertechnik
    (Ausbildungsberuf von 1980 bis 1990)
  • Korrosionsschutzfacharbeiter/Korrosionsschutzfacharbeiterin – Metallische Beschichtung
    (Ausbildungsberuf von 1976 bis 1990)

Frühere Berufsbezeichnungen

  • Galvaniseur/Galvaniseurin
    (Ausbildungsberuf von 1943 bis 2005)
  • Galvaniseur und Metallschleifer/Galvaniseurin und Metallschleifer
    (Ausbildungsberuf von 1934 bis 1999)

Vergleichbare Berufsbezeichnungen im deutschsprachigen Ausland

Schweiz

  • Oberflächenbeschichter/in

Österreich

  • Oberflächentechniker/in

Berufsbezeichnung in englischer Sprache

  • Surface coater (m/f)

Berufsbezeichnung in französischer Sprache

  • Apprêteur/Apprêteuse de surfaces

 

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während der Ausbildung erwirbt:

  • Beschichtungstechnik
  • Eloxieren
  • Feuerverzinken
  • Galvanisieren
  • Oberflächentechnik

Weitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:

  • Abwassertechnik
  • Arbeitsvorbereitung
  • Chemisches, elektrolytisches Polieren
  • Elektrochemie
  • Galvanische Bäder ansetzen
  • Korrosionsschutz
  • Maschinenführung, Anlagenführung, -bedienung
  • Metallvergütung
  • Pulverbeschichten
  • Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung
  • Schleifen (Metall)
  • Schmelztechnik (Metall)
  • Verchromen
  • Vergolden
  • Verkupfern
  • Vermessingen
  • Vernickeln
  • Versilbern
  • Verzinken
  • Verzinnen
  • Wärmebehandlung (Metall)

 

Arbeitsbedingungen

Arbeitsorte

Oberflächenbeschichter/innen arbeiten in erster Linie in Werkstätten oder größeren Werkhallen.

Arbeitssituation

Oberflächenbeschichter/innen arbeiten mit teilautomatisierten galvanischen Anlagen, Feuerverzinkungs- oder Vakuumbeschichtungsanlagen sowie mit hochsensiblen Mess- und Prüfgeräten. Von Hand reinigen und schleifen sie z.B. Werkstücke. Sie tragen Schutzkleidung wie Overall, Handschuhe, Schutzbrille und ggf. Gehörschutz. Vorwiegend sind sie in Werkstätten oder -hallen tätig. Hier kann es – z.B. beim Feuerverzinken – sehr warm werden und es herrscht hohe Luftfeuchtigkeit. Laufende Maschinen erzeugen Lärm. Dämpfe, Gase, Staub und unangenehme Gerüche können auftreten. Der Umgang mit teils hochgiftigen Behandlungslösungen, Ölen und Fetten kann die Haut und die Atemwege reizen. In Industriebetrieben der Oberflächentechnik wird häufig im Schichtbetrieb gearbeitet. Insbesondere in der Lohngalvanik ist zudem Akkordarbeit üblich.

Da an den Oberflächenschutz häufig hohe Anforderungen gestellt werden, benötigen Oberflächenbeschichter/innen eine sorgfältige, exakte und aufmerksame Arbeitsweise sowie eine gute Beobachtungsgabe. Um auf Störungen im Fertigungsprozess rasch reagieren zu können, sind Entscheidungsfähigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit wichtig.

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

  • Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. galvanische Anlagen, Feuerverzinkungs- oder Vakuumbeschichtungsanlagen)
  • Handarbeit (z.B. Werkstücke vor der Behandlung reinigen, entfetten und schleifen)
  • Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. Overall, Handschuhe und Schutzbrille)
  • Arbeit in Werkstätten, Werk-/Produktionshallen
  • Arbeit bei Kälte, Hitze, Nässe, Feuchtigkeit, Zugluft (z.B. hohe Luftfeuchtigkeit durch Wasserdampf beim Abkühlen feuerverzinkter Gegenstände in Wasserbädern)
  • Arbeit bei Rauch, Staub, Gasen, Dämpfen (z.B. Dämpfe der verschiedenen chemischen Bäder)
  • Arbeit unter Lärm (z.B. Maschinenlärm)
  • Umgang mit Chemikalien (z.B. Arbeitslösungen aus hochgiftigen Chemikalien)
  • Akkordarbeit (v.a. in der Lohngalvanik)
  • Schichtarbeit (v.a. in Industriebetrieben)

 

Arbeitsgegenstände

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Werkstücke, z.B. Schrauben, Muttern, Türklinken, Armaturen, Leiterplatten, Brückenteile, Fahrzeugbauteile

Werk- und Zusatzstoffe, z.B.: Aluminium, Chrom, Nickel, Gold, Silber, Zink, Zinn

Anlagen, Einrichtungen und Geräte, z.B.: galvanische Anlagen, Feuerverzinkungsanlagen, Vakuumbeschichtungsanlagen, Entlackungsanlagen, Absaugeinrichtungen, Filtereinrichtungen, Messgeräte

Hilfsmittel, z.B.: Gestelle, Hängevorrichtungen

Unterlagen, z.B.: Protokolle, gesetzliche Vorschriften zum Umwelt- und Arbeitsschutz

 

Typische Branchen

Arbeitsbereiche/Branchen

Oberflächenbeschichter/innen finden Beschäftigung

  • in Betrieben, die Werkstückoberflächen mit metallischen Überzügen versehen (z.B. Galvanisierwerkstätten oder Feuerverzinkereien)
  • in Betrieben, die Werkstücke eloxieren
  • in Betrieben, die Werkstücke entlacken

Branchen im Einzelnen

  • Galvanik, Oberflächenveredlung

    • Oberflächenveredlung und Wärmebehandlung, z.B. Galvanisierwerkstätten, Feuerverzinkereien, Entlackung von Metallen

Auch denkbar:

  • Natur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und Medizin

    • Sonstige Forschung und Entwicklung im Bereich Natur-, Ingenieur-, Agrarwissenschaften und Medizin, z.B. staatliche und private Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen im Bereich der Galvanik und der Metallurgie

 

Anpassungsweiterbildung

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Galvanik und Oberflächenbehandlung, Korrosionsschutz, Verfahrenstechnik).

 

Aufstiegsweiterbildung

Aufstiegsweiterbildung bietet die Möglichkeit, beruflich voranzukommen und in Führungspositionen zu gelangen (z.B. durch die Prüfung als Galvaniseurmeister/in oder eine Weiterbildung als Techniker/in der Fachrichtung Galvanotechnik).

Ein Studium eröffnet weitere Berufs- und Karrierechancen (z.B. durch einen Bachelorabschluss im Studienfach Werkstoffwissenschaft, -technik).

 

Berufsbezeichnung

Berufskundliche Gruppe

Galvaniseurmeister/in

Meisterweiterbildung

Techniker/in – Galvanotechnik

Technikerweiterbildung

Techniker/in – Korrosionsschutz

Technikerweiterbildung

Werkstoffwissenschaft, -technik (grundständig)

Studienfach

Industriemeister/in – Metall

Meisterweiterbildung

Techniker/in – Maschinentechnik (Fertigungstechnik)

Technikerweiterbildung

Technische/r Fachwirt/in

Kaufmännische Weiterbildung

Ausbilder/in – Anerkannte Ausbildungsberufe

Andere Weiterbildung

Fachmann/-frau für kaufmännische Betriebsführung (HwO)

Kaufmännische Weiterbildung

Materialwissenschaft (grundständig)

Studienfach

 

 

Möglichkeiten nach Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessern

Eine gute Startposition können sich angehende Oberflächenbeschichter/innen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation „Europaassistent/in“.

Die passende Beschäftigung finden

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Oberflächenbeschichter/innen in industriellen und handwerklichen Betrieben, die Werkstückoberflächen mit metallischen Überzügen versehen bzw. eloxieren oder entlacken.

Die Beschäftigungsfähigkeit sichern

Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Galvanik bis hin zu Korrosionsschutz.

Beruflich weiterkommen

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Galvaniseurmeister/in abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Werkstoffwissenschaft, -technik erwerben.

Sich selbstständig machen

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Betrieb im Galvaniseur-Handwerk.

 

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:

Metalloberflächenbehandlung

Produktionsplanung, -steuerung

Qualitätssicherung, -management

 

Ähnliche Berufe

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.

Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Oberflächenbeschichter/in an:

Job- und Besetzungsalternativen

für die Gesamttätigkeit (i.d.R. ohne Einarbeitung):

für Teiltätigkeiten und berufliche Einsatzmöglichkeiten (mit/ohne Einarbeitung):

Eine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:

Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Oberflächenbeschichter/in an:

Tätigkeitsfeld Farben-, Lackherstellung, Beschichtung

Gemeinsamkeiten:

  • Behandeln und Bearbeiten von Oberflächen
  • Betriebsanlagen einrichten
  • ähnliche Verfahren anwenden, um bestimmte Oberflächeneigenschaften zu erzielen

Tätigkeitsfeld Metallbearbeitung

Gemeinsamkeiten:

  • Metalloberflächen polieren, mattieren, bürsten
  • Betriebsanlagen einrichten
  • ähnliche Verfahren anwenden, um bestimmte Oberflächeneigenschaften zu erzielen

Hinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung, eine Zusatzausbildung oder eine neue Ausbildung, die allerdings oft verkürzt absolviert werden kann.

Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternative bietet sich für den Beruf Oberflächenbeschichter/in an:

Tätigkeitsfeld Metallbearbeitung

Gemeinsamkeiten:

  • Metalloberflächen polieren, mattieren, bürsten
  • Betriebsanlagen einrichten
  • ähnliche Verfahren anwenden, um bestimmte Oberflächeneigenschaften zu erzielen