Mechatroniker

Zugang zur Tätigkeit

In der Regel benötigt man eine abgeschlossene Berufsausbildung als Mechatroniker/in.

Berufsbezeichnung

Berufskundliche Gruppe

Mechatroniker/in

Diesen Beruf haben Sie aktuell ausgewählt.

Duale Ausbildung

 

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Für den Zugang zur Ausbildung wird zum Teil ein Mindestalter von 16 Jahren vorausgesetzt.

 

Schulische Vorkenntnisse

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2017 gab es im Ausbildungsbereich Industrie und Handel 7.692 Ausbildungsanfänger/innen. 58 Prozent der zukünftigen Mechatroniker/innen verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss , 37 Prozent besaßen die Hochschulreife . Drei Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss , ein Prozent konnte keinen Hauptschulabschluss vorweisen.

 

Im Ausbildungsbereich Handwerk gab es 207 Ausbildungsanfänger/innen. 61 Prozent verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss, 28 Prozent besaßen die Hochschulreife. Neun Prozent verfügten über einen Hauptschulabschluss, ein Prozent konnte keinen Hauptschulabschluss vorweisen.

 

Quelle:

Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

Mathematik:

Wenn Auszubildende z.B. Messungen vornehmen oder technische Pläne lesen, haben sie ständig mit Zahlen zu tun. Messwerte müssen sie erheben, verstehen und auswerten. Dafür sind Mathematikkenntnisse und Zahlenverständnis unabdingbar.

Informatik:

Zukünftige Mechatroniker/innen installieren, konfigurieren und programmieren informationstechnische Systeme, wofür Vorkenntnisse in Informatik sehr nützlich sind.

Physik:

Angehende Mechatroniker/innen lernen mit technischen Systemen umzugehen und diese zu warten und instand zu setzen. Wissen aus dem Physikunterricht ist wichtig, um z.B. die notwendigen Grundlagen der Elektro- und Steuerungstechnik zu verstehen.

Werken/Technik:

In der Ausbildung lernt man auch, Bauteile aus Metall und Kunststoff anzufertigen. Handwerkliches Geschick ist z.B. beim Spanen, Trennen und Umformen unabdingbar. Wer Kenntnisse aus dem Bereich Werken und Technik besitzt, ist im Vorteil. Erfahrungen im technischen Zeichnen sind außerdem für den Umgang mit Schalt- und Verkabelungsplänen nützlich.

 

Anerkennung ausländischer Qualifikationen

Die Tätigkeit als Mechatroniker/in ist nicht reglementiert.

Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch kann eine Feststellung der Gleichwertigkeit deutschen Arbeitgebern helfen, die im Ausland erworbenen beruflichen Fähigkeiten besser zu beurteilen.

Informationen zur Feststellung der Gleichwertigkeit für anerkannte Ausbildungsberufe bietet das Informationsportal der Bundesregierung zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen: www.anerkennung-in-deutschland.de

Zuständige Stellen sind die Industrie- und Handelskammern. Für die Antragstellung ist folgende zentrale Stelle eingerichtet worden:

IHK FOSA
Ulmenstraße 52g
D – 90443 Nürnberg
Tel. +49.911.815060
Fax +49.911.81506100
Email: info@ihk-fosa.de
http://www.ihk-fosa.de

Über Qualifizierungsmaßnahmen zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse informiert KURSNET – Das Portal für berufliche Aus- und Weiterbildung

Handwerkliche und technische Berufe (nicht-akademisch)

Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:

 

Gesundheitliche Aspekte

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.

  • Belastbarkeit der Wirbelsäule, Beine, Arme und Hände (z.B. Anlagenteile an schwer zugänglichen Stellen einbauen und dabei in unbequemen Haltungen, in der Hocke, gebückt oder über Kopf arbeiten)
  • Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. mechanische, pneumatische, hydraulische, elektrische, elektronische und informationstechnische Systeme und Komponenten zu funktionsgerechten Einheiten zusammenbauen)
  • Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. kleine Bauteile genau einpassen und montieren)
  • Schwindelfreiheit (z.B. bei Montage- und Wartungsarbeiten auf Leitern oder Arbeitsbrücken)
  • Nahsehvermögen – auch korrigiert (z.B. mit Messgeräten wie Druckprüfern, Mikrometerschrauben und Fühllehren die Arbeitsergebnisse überprüfen)
  • Farbsehvermögen (z.B. farblich gekennzeichnete Elektrokabel zurichten und mit Komponenten verbinden)
  • Gesunde, widerstandsfähige Haut an Händen und Armen (z.B. mit Hydraulikflüssigkeiten, Ölen, Fetten, Lacken und Klebern hantieren)

Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung muss im Einzelfall durch eine ärztliche Untersuchung festgestellt werden.

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.

  • Eingeschränkte Belastbarkeit der Wirbelsäule, Beine, Arme und Hände (z.B. Anlagenteile an schwer zugänglichen Stellen einbauen und dabei in unbequemen Haltungen, in der Hocke, gebückt oder über Kopf arbeiten)
  • Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. mechanische, pneumatische, hydraulische, elektrische, elektronische und informationstechnische Systeme und Komponenten zu funktionsgerechten Einheiten zusammenbauen)
  • Eingeschränkte Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. kleine Bauteile genau einpassen und montieren)
  • Schwindelneigung (z.B. bei Montage- und Wartungsarbeiten auf Leitern oder Arbeitsbrücken)
  • Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. mit Messgeräten wie Druckprüfern, Mikrometerschrauben und Fühllehren die Arbeitsergebnisse überprüfen)
  • Farbsinnstörungen (z.B. farblich gekennzeichnete Elektrokabel zurichten und mit Komponenten verbinden)
  • Chronische oder allergische Hauterkrankungen oder mangelnde Widerstandsfähigkeit der Haut an Händen und Armen (z.B. mit Hydraulikflüssigkeiten, Ölen, Fetten, Lacken und Klebern hantieren)
  • Stoffwechselkrankheiten (z.B. in durchgängig produzierenden Industrieunternehmen Belastungen bei Schichtarbeit)
  • Chronische Magen- oder Darmleiden (z.B. in durchgängig produzierenden Industrieunternehmen Belastungen bei Schichtarbeit)

Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Nichteignung muss im Einzelfall durch eine ärztliche Untersuchung festgestellt werden.

 

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um diesen Beruf erlernen und ausüben zu können. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit genannt. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.

  • Interesse an praktisch-konkreten Tätigkeiten
    • B. Bearbeiten und Verbinden von Metallen durch Schrauben, Kleben, Löten oder Schweißen
    • B. Einbauen von Antriebssystemen, Sensoren, Aktoren und Wandlern
    • B. Einbauen von Ersatzteilen und Austauschen von Verschleißteilen an den Anlagen
  • Interesse an theoretisch-abstrakten Tätigkeiten
    • B. systematisches Analysieren von Störungen und Beheben der Fehler unter Beachtung der Schnittstellen mechanischer, hydraulischer, pneumatischer und elektrischer/elektronischer Baugruppen
    • B. Programmieren mechatronischer Systeme
  • Interesse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeiten
    • B. Testen von mechatronischen Systemen und Protokollieren der Prüfergebnisse

 

Arbeits-/ Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Beruf ausüben zu können.

  • Leistungs- und Einsatzbereitschaft(z.B. Bereitschaft, sich in neueste Entwicklungen im Bereich der Elektromechanik einzuarbeiten und die dafür notwendigen Weiterbildungsmaßnahmen zu durchlaufen)
  • Sorgfalt(z.B. fehlerfreies Treffen von Schutzvorkehrungen bei der Arbeit an elektrischen Einrichtungen; exaktes Lesen und Umsetzen von Schaltplänen und Konstruktionszeichnungen)
  • Selbstständige Arbeitsweise(z.B. eigenständiges Vorgehen bei der Diagnose und dem Beheben von Fehlern und Störungen an mechatronischen Systemen)
  • Umsicht(z.B. Beachten der Sicherheitsvorschriften beim Verkabeln von Schaltschränken komplexer Anlagensteuerungen)
  • Flexibilität(z.B. Anpassen an wechselnde Arbeitsorte und -bedingungen bei Montageeinsätzen)
  • Lernbereitschaft(z.B. sich auf dem Laufenden halten über neueste Entwicklungen im Bereich der Elektronik und Informationsverarbeitung)

 

Fähigkeiten

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten , Kenntnisse und Fertigkeiten werden benötigt, um den Beruf lernen und ausüben zu können. Bei einigen Fähigkeiten wird ein Ausprägungsgrad genannt. Dieser gilt für den mittleren oder typischen Vertreter dieses Berufes.

Fähigkeiten

  • Durchschnittliches allgemeines intellektuelles Leistungsvermögen
  • Durchschnittliches abstrakt-logisches Denken (z.B. Analysieren von Funktionszusammenhängen in mechatronischen Systemen)
  • Durchschnittliches rechnerisches Denken (Beispiele siehe unter Kenntnisse und Fertigkeiten)
  • Durchschnittliches räumliches Vorstellungsvermögen (z.B. Lesen von Schaltplänen und Konstruktionszeichnungen)
  • Merkfähigkeit (z.B. Anpassen an den schnellen Wechsel der Wissensbestände im technischen Bereich)
  • Fingergeschick (z.B. Arbeiten mit bzw. Reparieren von empfindlichen Geräten oder Bauteilen)
  • Handgeschick (z.B. Zusammenbauen und Installieren von mechatronischen Systemen)
  • Auge-Hand-Koordination (z.B. genaues Einpassen und Montieren kleiner Bauteile)
  • Handwerkliches Geschick (z.B. Austauschen von Verschleißteilen)
  • Technisches Verständnis (z.B. Montieren von Anlagen und Maschinen aus mechanischen und elektronischen Teilen)
  • Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren der Herstellung elektronischer Einzelkomponenten sowie ganzer Geräte bzw. Systeme)

Hinweis: Die Ausprägungsgrade beziehen sich auf Personen mit mittlerem Bildungsabschluss.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Messen von elektrischen Größen wie Spannung, Strom, Widerstand und Leistung im Gleich- und Wechselstromkreis, Berechnen der gegenseitigen Abhängigkeiten)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Abstimmung mit anderen Fachkräften bei Maschinenlärm)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Einweisen von Betriebs- und Bedienungspersonal in Anlagen)
  • Textverständnis (z.B. Lesen und Verstehen von technischen Unterlagen, auch in englischer Sprache)

 

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie man Werkstücke anreißt, kennzeichnet und prüft
  • Bleche, Platten, Rohre und Profile zu sägen, umzuformen und zu schweißen
  • Einschübe, Gehäuse und Schaltgerätekombinationen zusammenzubauen
  • wie man Leitungen verlegt und Baugruppen und Geräte nach Unterlagen und Mustern verdrahtet
  • wie man Verfahren und Messgeräte auswählt, Messeinrichtungen aufbaut und analoge und digitale Signale sowie elektrische Kenndaten prüft
  • Netzwerke und Bussysteme zu installieren und zu konfigurieren
  • elektrische und fluidische Schaltungen aufzubauen und Einrichtungen zur Energieversorgung anzuschließen
  • wie man Steuerungsprogramme für mechatronische Systeme eingibt bzw. ändert und Anwendungsprogramme für Steuerungen erstellt
  • wie man Schutzeinrichtungen, Schirmungen, Verkleidungen und Isolierungen anbringt und die Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen prüft
  • Diagnosesysteme einzusetzen, Steuer-, Regel- und Überwachungseinrichtungen zu prüfen und Regelparameter einzustellen
  • wie man Störungen an mechatronischen Systemen beseitigt und Softwarefehler behebt
  • wie man mechatronische Systeme in Betrieb nimmt und Funktionsprüfungen durchführt

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:

  • in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Analysieren von Funktionszusammenhängen in mechatronischen Systemen, Design und Erstellen mechatronischer Systeme)
  • in allgemeinbildenden Fächern wie Mathematik und Wirtschafts- und Sozialkunde

Zusatzqualifikationen

Die Ausbildungsordnung sieht vor, dass in der Ausbildung eine oder mehrere der folgenden Zusatzqualifikationen erworben werden können: „Digitale Vernetzung“, „Programmierung“, „IT-Sicherheit“ und „Additive Fertigungsverfahren“. Diese sogenannten kodifizierten Zusatzqualifikationen ermöglichen es Auszubildenden, sich fachlich über die Erstausbildung hinaus zu qualifizieren. Sie werden im Rahmen der Abschlussprüfung gesondert geprüft.

 

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.

Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan

  1. Ausbildungsjahr:

Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:

  • Betriebliche und technische Kommunikation
  • Planen und Steuern von Arbeitsabläufen, Kontrollieren und Beurteilen der Arbeitsergebnisse
  • Prüfen, Anreißen und Kennzeichnen
  • Manuelles und maschinelles Spanen, Trennen und Umformen
  • Fügen
  • Installieren elektrischer Baugruppen und Komponenten
  • Messen und Prüfen elektrischer Größen
  • Aufbauen und Prüfen von Steuerungen

Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:

  • Analysieren von Funktionszusammenhängen in mechatronischen Systemen
  • Herstellen mechanischer Teilsysteme
  • Installieren elektrischer Betriebsmittel unter Beachtung sicherheitstechnischer Aspekte
  • Untersuchen der Energie- und Informationsflüsse in elektrischen, hydraulischen Baugruppen
  • Kommunizieren mithilfe von Datenverarbeitungssystemen
  1. Ausbildungsjahr:

Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:

  • Vertiefen der Kenntnisse aus dem ersten Ausbildungsjahr
  • Installieren und Testen von Hard- und Softwarekomponenten
  • Programmieren mechatronischer Systeme
  • Zusammenbauen von Baugruppen und Komponenten zu Maschinen und Systemen
  • Montieren und Demontieren von Maschinen, Systemen und Anlagen; Transportieren und Sichern
  • Prüfen und Einstellen von Funktionen an mechatronischen Systemen
  • Inbetriebnehmen und Bedienen mechatronischer Systeme

Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:

  • Planen und Organisieren von Arbeitsabläufen
  • Realisieren mechatronischer Teilsysteme
  • Design und Erstellen mechatronischer Systeme

Teil 1 der Abschluss-/Gesellenprüfung vor Ende des 2. Ausbildungsjahres

  1. und 4. Ausbildungsjahr:

Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:

  • Vertiefen der Kenntnisse aus den ersten beiden Ausbildungsjahren
  • Qualitätsmanagement
  • Instandhalten mechatronischer Systeme

Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:

  • Untersuchen des Informationsflusses in komplexen mechatronischen Systemen
  • Planen der Montage und Demontage
  • Inbetriebnahme, Fehlersuche und Instandsetzung
  • Vorbeugende Instandhaltung
  • Übergabe von mechatronischen Systemen an Kunden

Teil 2 der Abschluss-/Gesellenprüfung nach 3,5 Ausbildungsjahren

 

Finanzielle Aspekte

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Nicht tarifgebundene Betriebe müssen laut Berufsbildungsgesetz
in jedem Fall eine angemessene Ausbildungsvergütung gewähren. Orientierungsmöglichkeiten bieten die einschlägigen tarifvertraglichen Vereinbarungen. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.

Beispiel Elektrohandwerk (monatlich brutto – je nach Bundesland):

  1. Ausbildungsjahr: € 640 bis € 800
  2. Ausbildungsjahr: € 690 bis € 850
  3. Ausbildungsjahr: € 760 bis € 900
  4. Ausbildungsjahr: € 820 bis € 1.000

Beispiel Metall- und Elektroindustrie (monatlich brutto – je nach Bundesland):

  1. Ausbildungsjahr: € 976 bis € 1.047
  2. Ausbildungsjahr: € 1.029 bis € 1.102
  3. Ausbildungsjahr: € 1.102 bis € 1.199
  4. Ausbildungsjahr: € 1.141 bis € 1.264

 

Ausbildungsdauer /-abschluss

Ausbildungsdauer

3,5 Jahre

Abschlussbezeichnung

Mechatroniker/Mechatronikerin

 

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:

Im Betrieb

  • Praktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Metallteile spanen , elektrische Spannung und Widerstand messen, Ersatzteile einbauen
  • Umgebung: in Werkstätten und -hallen bei Maschinenlärm, auf Montagebaustellen
  • Kleidung: Schutzkleidung, z.B. Handschuhe, Sicherheitsschuhe, Schutzhelm, ggf. Schweißerschutzschild und -brille
  • Arbeitszeit: z.T. Schichtarbeit, Bereitschaftsdienst
  • Anforderungen:
    • Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Montieren von Schaltungsrelais, beim Austauschen von Verschleißteilen)
    • Technisches Verständnis (z.B. beim Montieren von Anlagen und Maschinen aus mechanischen und elektronischen Teilen)
    • Umsicht (z.B. beim Arbeiten an stromführenden Bauteilen)
    • Sorgfalt (z.B. beim Analysieren und Beheben von Fehlfunktionen)

An der Berufsschule

Unterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht

 

Ausbildungsorte

Mechatroniker/innen werden im dualen System ausgebildet.

Lernorte sind

  • Ausbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe der Metall- und Elektroindustrie): Werkstätten, Werkhallen
  • Berufsschule: Unterrichtsräume

Können Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.

 

Ausbildung im Ausland

Um Teile der Ausbildung im Ausland zu absolvieren, bieten sich zum Beispiel folgende Möglichkeiten:

  • Großbritannien, Italien, Spanien, Tschechien Auslandspraktikum „EuroSkill-plus“ für Auszubildende in gewerblich-technischen Berufen
    Ort: Torquay/Plymouth (Großbritannien), Brescia (Italien), Sevilla/Barcelona (Spanien), Budweis/Strakonice (Tschechien)
    Dauer: 4 Wochen
    Weitere Informationen: Mehr Chancen auf dem europäischen Arbeitsmarkt – Auslandsaufenthalte für Auszubildende

  • Verschiedene europäische Länder Auslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation „Europaassistent/in“
    Dauer: mindestens 3 Wochen
    Zugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss
    Weitere Informationen z.B.: Europaassistent/in

 

Tätigkeitsinhalte

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Mechatroniker/innen bauen aus mechanischen, elektrischen und elektronischen Baugruppen und Komponenten komplexe mechatronische Systeme, z.B. Roboter für die industrielle Produktion. Sie prüfen die einzelnen Bauteile und montieren sie zu Systemen und Anlagen. Die fertigen Anlagen nehmen sie in Betrieb, programmieren sie oder installieren zugehörige Software. Dabei richten sie sich nach Schaltplänen und Konstruktionszeichnungen und prüfen die Anlagen sorgfältig, bevor sie diese an ihre Kunden übergeben. Außerdem halten sie mechatronische Systeme instand und reparieren sie.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?

Mechatroniker/innen bauen mechanische, elektrische und elektronische Komponenten, montieren sie zu komplexen Systemen, installieren Steuerungssoftware und halten die Systeme instand.

Metallbau, Elektrotechnik und Informationstechnik

Maschinen und Anlagen enthalten mechanische, elektronische bzw. computergesteuerte Bauteile, die funktionsgerecht aufeinander abgestimmt sind. Mechatronische Systeme bestehen aus einem mechanischen Grundsystem, das elektronisch und mittels Software gesteuert und geregelt wird. In diesen Systemen werden Funktionen von der Mechanik in die Elektronik und Informationsverarbeitung verlagert. Auch nanotechnologische Anwendungen können dabei eingesetzt werden. Der Autopilot im Flugzeug, die Werkzeugmaschine oder Verpackungsanlage in der Fabrik und die programmierbare Waschmaschine basieren auf dieser Verzahnung der Technik. Mechatroniker/innen sind Fachleute für diese komplexen Systeme.

Anlagen bauen und montieren

Bevor Mechatroniker/innen beispielsweise eine automatisierte Produktionsanlage, Fertigungsstraße oder ein vernetztes Produktionssystem montieren, analysieren sie genau, was das System leisten soll und wie die Teile zusammenspielen. Dazu lesen sie z.T. in englischer Sprache abgefasste Schaltpläne, Konstruktionszeichnungen und Bedienungsanleitungen. Dann bauen sie die mechanischen, elektrischen und elektronischen Komponenten in der Werkstatt oder vor Ort beim Kunden zu mechatronischen Systemen zusammen. Sie verbinden elektronische Bauelemente oder Baugruppen mit mechanischen Bauteilen, mit Ventilen, Pumpen und Schlauchleitungen. Außerdem bauen sie Antriebe und deren Steuerungen in die Anlagen ein, die sie dann ggf. mit Blechen oder Kunststoffteilen verkleiden.

Anlagen programmieren und in Betrieb nehmen

Mechatroniker/innen nehmen die fertigen Systeme in Betrieb und testen sie. Sie prüfen ihre Arbeit mit elektronischen und mechanischen Diagnose- und Messgeräten, beispielsweise mit Druckprüfern oder Mikrometerschrauben, aber auch mit digitalen Diagnosesystemen. So stellen sie das einwandfreie Funktionieren der fertigen Anlage sicher. Sie montieren und prüfen jedoch nicht nur die Hardware, sondern installieren auch die zugehörige Steuerungssoftware. Sie programmieren die Produktionsanlagen und stellen z.B. die Sollwerte einer Steuerungs- oder Überwachungseinrichtung ein, installieren und konfigurieren Netzwerke und Bussysteme oder führen Versionswechsel bei Software durch. Die digitale Vernetzung von Produktionsanlagen (Industrie 4.0) gehört ebenfalls dazu. Wenn die Anlage geprüft und alles in Ordnung ist, übergeben sie diese an ihre Kunden und unterweisen sie in der Bedienung.

Anlagen warten und reparieren

Nicht zuletzt warten und reparieren Mechatroniker/innen bestehende Systeme, ggf. auch vernetzte Anlagen oder Anlagen für die Additive Fertigung (3-D-Druck). Treten Störungen auf, stellen sie mit geeigneten Diagnoseverfahren fest, wo der Fehler liegt. Sie ermitteln, ob die Software oder die Hardware betroffen ist, ob es sich um ein mechanisches oder elektrisches Problem handelt. Anschließend reparieren sie beschädigte Bauteile, setzen Ersatzteile ein, tauschen Verschleißteile aus oder beheben Softwarefehler. Liegt ein Bedienungsfehler vor, erläutern sie den richtigen Umgang mit der Anlage. Mechatroniker/innen rüsten darüber hinaus Anlagen um, erweitern diese oder tauschen technisch überholte Komponenten aus.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

  • Arbeitsaufgaben planen und vorbereiten, technische Unterlagen lesen (z.B. Fertigungs-, Montage-, Schalt-, Installations-, Funktions- und Instandhaltungspläne, Betriebs- und Bedienungsanleitungen)
  • Bauteile herstellen, mechatronische Systeme installieren bzw. umrüsten

    • Metall und Kunststoff bearbeiten und verbinden, z.B. manuell und maschinell spanen, trennen und umformen und verbinden
    • elektronische Bauteile verdrahten und verbinden, Kabel zurichten und verlegen
    • Antriebssysteme, Sensoren, Aktoren und Wandler einbauen
    • mechanische, pneumatische , hydraulische , elektronische und informationstechnische Systeme und Komponenten zusammenbauen, z.B. zu Maschinen, Robotern, automatisierten Produktionsanlagen oder vernetzten Produktionssystemen
    • Software installieren, Netzwerke und Bussysteme aufbauen und Schnittstellensignale prüfen
    • mechatronische Mess-, Steuerungs-, Regelungs- und Überwachungseinrichtungen aufbauen, programmieren bzw. einstellen
    • Schalt- und Bedieneinrichtungen, Verkleidungen und Schutzeinrichtungen montieren
    • elektrische Kenndaten messen, z.B. Spannung, Strom, Widerstand, analoge und digitale Signale
  • mechatronische Systeme prüfen und in Betrieb nehmen

    • Mess-, Prüf- und Diagnoseverfahren auswählen und anwenden, Messeinrichtungen justieren, Diagnosesysteme einsetzen
    • Einzel- und Gesamtfunktion sowie Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen prüfen
    • Maschinenfunktionen einstellen und Betriebswerte erfassen, Programme und Daten laden und sichern
    • Systemparameter mit vorgegebenen Werten (Sollwerten) vergleichen
    • Probeläufe durchführen
    • Systeme an den Kunden übergeben, Bedienpersonal einweisen
  • Anlagen warten, instand halten und reparieren

    • mechatronische Systeme inspizieren, Wartung gemäß Wartungs- und Instandhaltungsplänen durchführen
    • Störungsursachen suchen, Fehler unter Beachtung der Schnittstellen mechanischer, fluidischer und elektrischer/elektronischer Baugruppen eingrenzen und beheben
    • Ersatzteile einbauen und Verschleißteile austauschen
    • Softwarefehler beheben
    • Maschinen und Anlagensysteme umrüsten und erweitern, ggf. auch vernetzte Systeme oder Anlagen für die Additive Fertigung (3-D-Druck), technisch überholte Baugruppen austauschen
  • an der Optimierung von Abläufen und Prozessen mitwirken, dazu z.B. Lebenszyklusdaten von Aufträgen, Dienstleistungen, Produkten und Betriebsmitteln auswerten

 

Verdienstmöglichkeiten

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): € 3.135 bis € 3.646

Quelle:

Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung. Ansprüche können daraus nicht abgeleitet werden.

Berufsbezeichnungen

Tätigkeitsbezeichnungen

  • Mechatroniker/in

Vergleichbare Berufsbezeichnungen im deutschsprachigen Ausland

Schweiz

  • Automatiker/in

Österreich

  • Mechatroniker/in

Berufsbezeichnung in englischer Sprache

  • Mechatronics fitter (m/f)

Berufsbezeichnung in französischer Sprache

  • Mécatronicien/Mécatronicienne

 

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während der Ausbildung erwirbt:

  • Elektroinstallation
  • Elektromechanik
  • Elektronik
  • Elektrotechnik
  • Hardwareinstallation, Softwareinstallation
  • Informationstechnik, Computertechnik
  • Mechatronik
  • Mess-, Steuer-, Regeltechnik (MSR)

Weitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:

  • Arbeitsvorbereitung
  • Automatisierungstechnik, Prozessautomatisierung
  • Bussysteme
  • Crimpen
  • Hybride Steuerungen
  • Hydraulik
  • Mikrocomputer-, Mikroprozessortechnik
  • Mikroelektronik
  • Pneumatik
  • Programmieren
  • Prüffeld
  • Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung
  • Roboter- und Handhabungstechnik
  • SPS-Programmierung, SPS-Technik
  • Wartung, Reparatur, Instandhaltung

Weitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:

  • Kompetenzgruppe „Betriebssysteme“
  • Kompetenzgruppe „Metallbearbeitung, Blechverarbeitung, Metallbau“
  • Kompetenzgruppe „Speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS-Software)“

 

Arbeitsbedingungen

Arbeitsorte

Mechatroniker/innen arbeiten in erster Linie

  • in Werkstätten
  • in Werkhallen

Arbeitssituation

Mechatroniker/innen arbeiten mit technischen Anlagen und Systemen, etwa mit computergestützten Steuerungen oder ggf. auch mit Anlagen für die Additive Fertigung (3-D-Druck). Zum Einsatz kommen z.B. Geräte der Elektropneumatik oder -hydraulik, Schweißgeräte, Elektronik- und Quetschzangen sowie elektronische Diagnose- und Messgeräte. Bei ihrer Tätigkeit tragen Mechatroniker/innen Schutzkleidung wie Sicherheitsschuhe, Handschuhe, Gehörschutz und bei Schweiß- und Lötarbeiten eine Schutzbrille. In den Werkstätten und -hallen herrscht oftmals Maschinenlärm und beim Schweißen entstehen Dämpfe und unangenehme Gerüche. Bei Wartungsarbeiten kommen Mechatroniker/innen mit Hydraulikflüssigkeiten, Ölen und Fetten in Berührung. Wenn Anlagen installiert oder gewartet werden, arbeiten sie ggf. über Kopf, auf Leitern oder in gebückter Haltung. In vielen Industrieunternehmen ist Schichtarbeit üblich. Zum Teil ist Bereitschaftsdienst notwendig.

Damit mechatronische Systeme zuverlässig und fehlerfrei funktionieren, sind eine sorgfältige und exakte Arbeitsweise, handwerkliche Fähigkeiten und technisches Verständnis erforderlich. Geschicklichkeit und eine gute Auge-Hand-Koordination benötigen die Mechatroniker/innen beispielsweise beim Montieren von Schaltungsrelais. Da sie fertige Anlagen in Kundenunternehmen installieren, prüfen und warten, stellen sie sich flexibel auf wechselnde Arbeitsbedingungen und -orte ein. Umsichtig berücksichtigen sie das Umfeld bei Schweißarbeiten, um Unfälle zu vermeiden. Über Trends in der Elektronik und Informationsverarbeitung halten sie sich auf dem Laufenden.

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

  • Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. Fertigungsstraßen, Industrieroboter, Geräte der Steuerungstechnik, Antriebe, Anlagen für Additive Fertigung)
  • Handarbeit (z.B. Ersatzteile einbauen und Verschleißteile austauschen)
  • Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. Schutzbrille beim Schweißen)
  • Arbeit in Werkstätten, Werk-/Produktionshallen
  • Arbeit in größeren Höhen mit Absturzgefährdung
  • Arbeit unter Lärm (z.B. bei Arbeiten mit Pressluftschraubern oder bei Maschinenlärm in Montagehallen)
  • Arbeit mit Schmierstoffen (Öl, Fett) (z.B. Öl, Fett)
  • Unfallgefahr (z.B. beim Arbeiten mit Schweißgeräten und Strom)
  • Schichtarbeit (z.B. in durchgängig produzierenden Industrieunternehmen)
  • Bereitschaftsdienst, Rufbereitschaft
  • Präzisions-, Feinarbeit (z.B. Schaltungsrelais montieren)
  • häufige Abwesenheit vom Wohnort (bei der Installation neuer Systeme an wechselnden Einsatzorten arbeiten)
  • Arbeit unter Zwangshaltungen (z.B. in gebückter Haltung Anlagen reparieren)

 

Arbeitsgegenstände

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Anlagen, technische Systeme und Geräte, z.B.: Produktionsanlagen, ggf. Anlagen für die Additive Fertigung (3-D-Druck ), computergestützte Steuerungen, Bussysteme , Geräte der Elektropneumatik , -hydraulik , -mechanik, Löt – und Schweißgeräte

Komponenten und Bauteile, z.B.: Elektroantriebe, Sensoren /Aktoren , mechanische Bauteile, Ventile, Pumpen, Schlauchleitungen, Bleche, Platten, Profile

Prüfgeräte und Werkzeuge, z.B.: Druckprüfer, Spannungsprüfer, Messschieber, Mikrometerschrauben, Fühllehren , Schraubendreher und -schlüssel, Elektronik- und Quetschzangen

Hilfsstoffe, z.B.: Hydraulikflüssigkeiten, Öle, Kleber

Software, z.B.: Steuerungs- und Anwendungsprogramme, Assistenz-, Simulations-, Diagnose-, Visualisierungssysteme

Unterlagen, z.B.: Montagezeichnungen, Schaltpläne, Platinenlayouts , Betriebs- und Inspektionsanleitungen, Tabellen mit Sollmesswerten, Hard- und Softwaredokumentationen, Sicherheits- und Arbeitsschutzvorschriften

 

Arbeitsbranche

Arbeitsbereiche/Branchen

Mechatroniker/innen finden Beschäftigung

  • in Betrieben des Maschinen- und Anlagenbaus bzw. der Automatisierungstechnik
  • in Betrieben des Fahrzeug-, Luft- oder Raumfahrzeugbaus
  • in Betrieben der Medizintechnik

Branchen im Einzelnen

  • Maschinenbau, Werkzeugbau

    • Installation von Maschinen und Ausrüstungen a. n. g., z.B. industrielle Prozesssteuerungseinrichtungen
    • Herstellung von Werkzeugmaschinen
    • Herstellung von sonstigen nicht wirtschaftszweigspezifischen Maschinen a. n. g.
    • Herstellung von Maschinen für die Textil- und Bekleidungsherstellung und die Lederverarbeitung
    • Herstellung von Haushaltsgeräten, z.B. von Waschmaschinen
    • Herstellung von Maschinen für sonstige bestimmte Wirtschaftszweige a. n. g., z.B. für die Bau-, Lebensmittel-, Chemie- oder Textilindustrie
    • Herstellung von nicht wirtschaftszweigspezifischen Maschinen, z.B. von Windenergieanlagen
    • Reparatur von elektrischen Haushaltsgeräten und Gartengeräten, z.B. von Waschmaschinen
  • Automatisierungstechnik

    • Herstellung von elektrischen Mess-, Kontroll-, Navigations- u. ä. Instrumenten und Vorrichtungen
  • Kraftfahrzeuge

    • Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenmotoren, z.B. Motorenmanagementsysteme
    • Herstellung von sonstigen Teilen und sonstigem Zubehör für Kraftwagen, z.B. Einparkhilfen
  • Luft-, Raumfahrzeuge

    • Luft- und Raumfahrzeugbau
  • Elektrische Anlagen und Bauteile

    • Herstellung von Elektromotoren, Generatoren, Transformatoren, Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungen
    • Herstellung von sonstigen elektrischen Ausrüstungen und Geräten a. n. g., z.B. von Anzeigentafeln oder Elektromagneten
  • Medizinische Technik, Orthopädie, Zahntechnik

    • Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
  • Schienenfahrzeuge

    • Herstellung von Lokomotiven und anderen Schienenfahrzeugen

 

Aufstiegsweiterbildung

Aufstiegsweiterbildung bietet die Möglichkeit, beruflich voranzukommen und in Führungspositionen zu gelangen (z.B. durch die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Mechatronik oder eine Weiterbildung als Techniker/in der Fachrichtung Maschinentechnik).

Ein Studium eröffnet weitere Berufs- und Karrierechancen (z.B. durch einen Bachelorabschluss im Studienfach Mechatronik oder Maschinenbau).

Berufsbezeichnung

Berufskundliche Gruppe

Industriemeister/in – Mechatronik

Meisterweiterbildung

Techniker/in – Mechatronik

Technikerweiterbildung

Techniker/in – Maschinentechnik (Automatisierungstechnik)

Technikerweiterbildung

Techniker/in – Maschinentechnik (ohne Schwerpunkt)

Technikerweiterbildung

Fachkraft – mechatronische Systeme

Andere Weiterbildung

Mechatronik (grundständig)

Studienfach

Elektrotechnik (grundständig)

Studienfach

Sensortechnik (grundständig)

Studienfach

Industriemeister/in – Elektrotechnik

Meisterweiterbildung

Techniker/in – Elektrotechnik (Automatisierungstechnik)

Technikerweiterbildung

Techniker/in – Elektrotechnik (ohne Schwerpunkt)

Technikerweiterbildung

Techniker/in – Windenergietechnik

Technikerweiterbildung

Technische/r Fachwirt/in

Kaufmännische Weiterbildung

Ausbilder/in – Anerkannte Ausbildungsberufe

Andere Weiterbildung

Prozessmanager/in – Elektrotechnik

Andere Weiterbildung

Servicemonteur/in – Windenergieanlagentechnik

Andere Weiterbildung

Automatisierungstechnik (grundständig)

Studienfach

Maschinenbau (grundständig)

Studienfach

Wirtschaftsingenieurwesen (grundständig)

Studienfach

 

Möglichkeiten nach Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessern

Eine gute Startposition können sich angehende Mechatroniker/innen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung kodifizierte Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich vernetzte Systeme durch die Zusatzqualifikation „Digitale Vernetzung“.

Die passende Beschäftigung finden

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Mechatroniker/innen z.B. in Betrieben des Maschinen- oder Fahrzeugbaus bzw. der Automatisierungstechnik oder in Betrieben der Medizintechnik.

Die Beschäftigungsfähigkeit sichern

Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Mechatronik bis hin zu Sicherheits- und Prüfbestimmungen in elektrischen Anlagen.

Beruflich weiterkommen

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Mechatronik abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Mechatronik erwerben.

 

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:

Produktionsplanung, -steuerung

Qualitätssicherung, -management

Wartung, Instandhaltung, Kundendienst

Das Tätigkeitsfeld im Überblick

Im Tätigkeitsfeld Mechatronik, Automatisierungstechnik baut bzw. konstruiert man komplexe automatisierte Anlagen und Maschinen. Aufgabenschwerpunkte bestehen darin, unterschiedliche Komponenten zu verbinden, Steuerungssoftware zu programmieren oder Anlagen zu warten. Die konkreten Aufgaben hängen auch davon ab, ob für die Tätigkeit eine Berufsausbildung, eine Weiterbildung oder ein Hochschulstudium vorausgesetzt wird.

 

Ähnliche Berufe

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.

Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Mechatroniker/in an:

Job- und Besetzungsalternativen

für Teiltätigkeiten und berufliche Einsatzmöglichkeiten (mit/ohne Einarbeitung):

in angrenzenden Berufen:

Eine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:

Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Mechatroniker/in an:

Tätigkeitsfeld Mechatronik, Automatisierungstechnik

Gemeinsamkeiten:

  • elektronische Bauteile sowie Komponenten der Steuerungs- und Regelungstechnik montieren, prüfen und in Betrieb nehmen
  • Betriebssysteme und Software installieren und konfigurieren
  • Fehlersuche und Reparaturarbeiten ausführen

Tätigkeitsfeld Energietechnik

Gemeinsamkeiten:

  • elektrische Anlagen prüfen und instand halten
  • Schalt- und Steueranlagen einbauen

Tätigkeitsfeld Kraftfahrzeugtechnik

Gemeinsamkeiten:

  • elektronische bzw. mechatronische Systeme installieren, in Betrieb nehmen und warten
  • Betriebswerte erfassen und dokumentieren
  • Test- und Prüfprogramme für mechatronische Systeme anwenden

Hinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung, eine Zusatzausbildung oder eine neue Ausbildung, die allerdings oft verkürzt absolviert werden kann.

Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Mechatroniker/in an:

Tätigkeitsfeld Mechatronik, Automatisierungstechnik

Gemeinsamkeiten:

  • elektronische Bauteile sowie Komponenten der Steuerungs- und Regelungstechnik montieren, prüfen und in Betrieb nehmen
  • Betriebssysteme und Software installieren und konfigurieren
  • Fehlersuche und Reparaturarbeiten ausführen

Tätigkeitsfeld Energietechnik

Gemeinsamkeiten:

  • elektrische Anlagen prüfen und instand halten
  • Schalt- und Steueranlagen einbauen

Hinweis: Die genannten Besetzungsalternativen erfordern ggf. eine Einarbeitung, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.