Feinwerkmechaniker

Zugang zur Tätigkeit

In der Regel benötigt man eine abgeschlossene Berufsausbildung als Feinwerkmechaniker/in.

Berufsbezeichnung

Berufskundliche Gruppe

Feinwerkmechaniker/in

Diesen Beruf haben Sie aktuell ausgewählt.

Duale Ausbildung

Dreher/in

Vorläuferberuf

Tätigkeit nach Ausbildung

Maschinenbaumechaniker/in – Allgemeiner Maschinenbau

Vorläuferberuf

Tätigkeit nach Ausbildung

Feinmechaniker/in – Feingerätebau

Vorläuferberuf

Tätigkeit nach Ausbildung

Maschinenbaumechaniker/in – Erzeugende Mechanik

Vorläuferberuf

Tätigkeit nach Ausbildung

Feinmechaniker/in – Nähmaschineninstandhaltung

Vorläuferberuf

Tätigkeit nach Ausbildung

Maschinenbaumechaniker/in – Waagenbau

Vorläuferberuf

Tätigkeit nach Ausbildung

Werkzeugmacher/in – Stanzwerkzeug- u. Vorrichtungsbau

Vorläuferberuf

Tätigkeit nach Ausbildung

Werkzeugmacher/in – Formenbau

Vorläuferberuf

Tätigkeit nach Ausbildung

Werkzeugmacher/in

Vorläuferberuf

Tätigkeit nach Ausbildung

Maschinenbaumechaniker/in

Vorläuferberuf

Tätigkeit nach Ausbildung

 

 

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

 

Schulische Vorkenntnisse

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2017 gab es 2.451 Ausbildungsanfänger/innen. 55 Prozent der zukünftigen Feinwerkmechaniker/innen verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss , 28 Prozent besaßen einen Hauptschulabschluss . 14 Prozent verfügten über die Hochschulreife , zwei Prozent konnten keinen Hauptschulabschluss vorweisen. Sieben Prozent der Ausbildungsanfänger/innen hatten vor Ausbildungsbeginn eine Berufsfachschule absolviert.

 

Quelle:

Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

Werken/Technik:

Da angehende Feinwerkmechaniker/innen z.B. Maschinen, Geräte, Vorrichtungen, Systeme und Anlagen montieren und demontieren, sind Kenntnisse im technischen Werken von Vorteil.

Physik:

Kenntnisse in Physik helfen, technische Mess- und Anzeigegeräte von Maschinen und Anlagen zu verstehen und zu bedienen.

Mathematik:

Insbesondere Grundrechenarten und Prozentrechnen sind wichtig, da angehende Feinwerkmechaniker/innen z.B. Flächen, Volumina und Gewichte ermitteln müssen.

 

Anerkennung ausländischer Qualifikationen

Die Tätigkeit als Feinwerkmechaniker/in ist nicht reglementiert.

Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch kann eine Feststellung der Gleichwertigkeit deutschen Arbeitgebern helfen, die im Ausland erworbenen beruflichen Fähigkeiten besser zu beurteilen.

Informationen zur Feststellung der Gleichwertigkeit für anerkannte Ausbildungsberufe bietet das Informationsportal der Bundesregierung zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen: www.anerkennung-in-deutschland.de

Zuständige Stellen sind die örtlichen Handwerkskammern. Bei der Suche nach der zuständigen Stelle für die berufliche Anerkennung helfen der Anerkennungs-Finder
und die Anerkennungs- und Qualifizierungsberatungsstellen
des IQ-Netzwerks weiter.

Über Qualifizierungsmaßnahmen zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse informiert KURSNET – Das Portal für berufliche Aus- und Weiterbildung

Handwerkliche und technische Berufe (nicht-akademisch)

Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:

Gesundheitliche Aspekte

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.

  • Belastbarkeit der Wirbelsäule, Beine, Arme und Hände (z.B. eine Maschine warten und dabei festsitzende Teile mit Handwerkzeugen lösen)
  • Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. manuelle Dreh- oder Fräsarbeiten durchführen)
  • Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. kleine Präzisionsteile montieren)
  • Nahsehvermögen – auch korrigiert (z.B. Arbeitsergebnisse mit Messschiebern, Messschrauben, Lehren und Oberflächenmessgeräten prüfen und auf Einhaltung der Maßtoleranzen achten)
  • Räumliches Sehvermögen (z.B. Skizzen und Konstruktionszeichnungen lesen und umsetzen)
  • Gesunde, widerstandsfähige Haut an Händen und Armen (z.B. mit Kühlschmierstoffen umgehen)

Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung muss im Einzelfall durch eine ärztliche Untersuchung festgestellt werden.

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.

  • Eingeschränkte Belastbarkeit der Wirbelsäule, Beine, Arme und Hände (z.B. eine Maschine warten und dabei festsitzende Teile mit Handwerkzeugen lösen)
  • Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. manuelle Dreh- oder Fräsarbeiten durchführen)
  • Eingeschränkte Feinmotorik der Hände und Finger (z.B. kleine Präzisionsteile montieren)
  • Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. Arbeitsergebnisse mit Messschiebern, Messschrauben, Lehren und Oberflächenmessgeräten prüfen und auf Einhaltung der Maßtoleranzen achten)
  • Fehlendes/gestörtes räumliches Sehvermögen (z.B. Skizzen und Konstruktionszeichnungen lesen und umsetzen)
  • Chronische oder allergische Hauterkrankungen oder mangelnde Widerstandsfähigkeit der Haut an Händen und Armen (z.B. mit Kühlschmierstoffen umgehen)

Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Nichteignung muss im Einzelfall durch eine ärztliche Untersuchung festgestellt werden.

 

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um diesen Beruf erlernen und ausüben zu können. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit genannt. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.

  • Interesse an praktisch-konkreten Tätigkeiten
    • B. Einspannen von Rohlingen in die Maschine
    • B. Demontieren alter Geräte
    • B. Montieren der gefertigten Maschinen und Anlagen einschließlich der Steuerungs- und Regeleinrichtungen
  • Interesse an theoretisch-abstrakten Tätigkeiten
    • B. analytisch-methodisches Vorgehen beim Auffinden und Beheben von Fehlern und Störungen in Werkzeugmaschinen oder Fertigungssystemen
    • B. Programmieren von numerisch gesteuerten Geräten, Maschinen oder Anlagen
  • Interesse an organisatorisch-prüfenden Tätigkeiten
    • B. Durchführen von Testläufen an CNC-gesteuerten Werkzeugmaschinen oder Fertigungssystemen

 

Arbeits-/Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Beruf ausüben zu können.

  • Leistungs- und Einsatzbereitschaft(z.B. Bereitschaft, längere Anfahrtswege bei der Inbetriebnahme von Maschinen und Anlagen beim Kunden in Kauf zu nehmen)
  • Sorgfalt(z.B. genaues, fehlerfreies Anfertigen von Präzisionsgeräten wie Waagen und Prüfeinrichtungen)
  • Selbstständige Arbeitsweise(z.B. aktives Umgehen mit neuen Arbeitssituationen bei der Inbetriebnahme von Drehautomaten an wechselnden Orten beim Kunden)

 

Fähigkeiten

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten , Kenntnisse und Fertigkeiten werden benötigt, um den Beruf lernen und ausüben zu können. Bei einigen Fähigkeiten wird ein Ausprägungsgrad genannt. Dieser gilt für den mittleren oder typischen Vertreter dieses Berufes.

Fähigkeiten

  • Gut durchschnittliches allgemeines intellektuelles Leistungsvermögen
  • Gut durchschnittliches rechnerisches Denken (Beispiele siehe unter Kenntnisse und Fertigkeiten)
  • Gut durchschnittliches räumliches Vorstellungsvermögen (z.B. Arbeiten nach Konstruktionszeichnungen und Instandhaltungsplänen)
  • Fingergeschick (z.B. Montieren kleiner Präzisionsteile)
  • Handgeschick (z.B. Durchführen von manuellen Dreh- oder Fräsarbeiten)
  • Auge-Hand-Koordination (z.B. genaues Ausrichten von Werkstücken)
  • Handwerkliches Geschick (z.B. Montieren der gefertigten Maschinen und Anlagen einschließlich der Steuerungs- und Regeleinrichtungen)
  • Technisches Verständnis (z.B. Auffinden und Beheben von Störungen in Werkzeugmaschinen oder Fertigungssystemen)

Hinweis: Die Ausprägungsgrade beziehen sich auf Personen mit Hauptschulabschluss.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Berechnen mechanischer und physikalischer Größen; Durchführen von Konstruktionsberechnungen; Ermitteln von Flächen, Volumina und Gewichten)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Treffen von Absprachen mit Auftraggebern)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Einweisen von Kunden in die Bedienung der Maschinen und Anlagen)
  • Textverständnis (z.B. Lesen und Anwenden von Instandhaltungs- und Bedienungsanleitungen)

 

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie man Werkzeuge unter Berücksichtigung der Verfahren und der Werkstoffe auswählt
  • wie man Werkstücke oder Bauteile mit handgeführten Maschinen schleift und bohrt
  • wie man Bauteile und Baugruppen ein- und ausbaut
  • wie man Ursachen von Fehlern und Qualitätsmängeln systematisch sucht, zur Beseitigung dieser beiträgt und diese dokumentiert

Im Schwerpunkt Maschinenbau:

  • wie Bleche und Profile aus Stahl oder Aluminium geheftet, geschweißt und getrennt werden
  • wie man Maschinen oder Systeme aufstellt, ausrichtet, befestigt und montiert sowie prüft und in Betrieb nimmt

Im Schwerpunkt Feinmechanik:

  • wie man Baugruppen zu mechanischen, elektromechanischen und optischen Geräten und Systemen montiert und justiert
  • wie Drücke, Volumina, Temperaturen, Druck- und Temperaturdifferenzen mit elektrischen, elektronischen und optischen Messgeräten gemessen werden

Im Schwerpunkt Werkzeugbau:

  • was beim maschinellen Bearbeiten auf Werkzeugmaschinen zu beachten ist und welche Fertigungsverfahren man anwenden kann
  • wie man Werkzeuge, Vorrichtungen oder Formen einbaut und seinen Montageplatz gegen Unfallgefahren sichert

Im Schwerpunkt Zerspanungstechnik:

  • wie man die Zerspanbarkeit von Werkstücken beurteilt sowie den Zerspanungsprozess durchführt
  • wie man Werkstücke mithilfe spanabhebender Fertigungsverfahren fertigt

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:

  • in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. Herstellen von Dreh- und Frästeilen, Planen und Organisieren rechnergestützter Fertigung)
  • in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde

Spezialisierung während der Ausbildung

Die Ausbildung erfolgt in einem der Schwerpunkte

  • Feinmechanik
  • Maschinenbau
  • Werkzeugbau
  • Zerspanungstechnik

Zusatzqualifikationen

  • Die Zusatzqualifikation „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten“ berechtigt dazu, an elektrischen Einrichtungen und Betriebsmitteln Arbeiten zum Erstanschluss sowie Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten durchzuführen. Den Auszubildenden werden fachtheoretische und fachpraktische Qualifikationen in der Elektrotechnik vermittelt. Weitere Informationen erteilt die zuständige Industrie- und Handelskammer bzw. Handwerkskammer, z.B.:
    IHK Nürnberg für Mittelfranken – Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten

  • Die Zusatzqualifikation „Europaassistent/in“ eröffnet für Auszubildende mit einem mittleren Bildungsabschluss die Möglichkeit, interkulturelle Kompetenzen aufzubauen, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern und sich fachlich – über die Erstausbildung hinaus – zu bilden. Bestandteile der Zusatzqualifikation sind ein besonderer Berufsschulunterricht (z.B. Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht) und ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Weitere Informationen erteilt z.B.:
    Europaassistent/in

 

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.

Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan

1. und 2. Ausbildungsjahr:

Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:

  • Berufliche Grundbildung:
    • Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
    • Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
    • Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
    • Umweltschutz
    • Betriebliche, technische und kundenorientierte Kommunikation
    • Planen und Steuern von Arbeitsabläufen; Kontrollieren und Beurteilen der Arbeitsergebnisse
    • Qualitätsmanagement
    • Prüfen und Messen
    • Fügen
    • Manuelles Spanen und Umformen
    • Maschinelles Bearbeiten
    • Instandhalten und Warten von Betriebsmitteln
  • Berufliche Fachbildung:
    • Unterscheiden, Zuordnen und Handhaben von Werk- und Hilfsstoffen; Wärmebehandlung
    • Programmieren von numerisch gesteuerten Geräten, Maschinen oder Anlagen
    • Bearbeiten auf Werkzeugmaschinen
    • Aufbauen und Prüfen von hydraulischen, pneumatischen und elektropneumatischen Steuerungen
    • Montieren und Inbetriebnehmen
    • Instandhalten von technischen Systemen

Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:

  • Fertigen von Bauelementen mit handgeführten Werkzeugen
  • Fertigen von Bauelementen mit Maschinen
  • Herstellen von einfachen Baugruppen
  • Warten technischer Systeme
  • Herstellen von Dreh- und Frästeilen
  • Programmieren und Fertigen auf numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen
  • Herstellen technischer Teilsysteme
  • Planen und Inbetriebnehmen steuerungstechnischer Systeme
  • Instandhalten von Funktionseinheiten

Teil 1 der Gesellenprüfung vor Ende des 2. Ausbildungsjahres

3. und 4. Ausbildungsjahr:

Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:

Vertiefung der Inhalte aus dem 1. und 2. Ausbildungsjahr und darüber hinaus:

  • Im Schwerpunkt Maschinenbau:
    • Fügen
    • Montieren und Inbetriebnehmen
  • Im Schwerpunkt Feinmechanik:
    • Montieren und Inbetriebnehmen
    • Prüfen und Messen
  • Im Schwerpunkt Werkzeugbau:
    • Bearbeiten auf Werkzeugmaschinen
    • Montieren und Inbetriebnehmen
  • Im Schwerpunkt Zerspanungstechnik:
    • Montieren und Inbetriebnehmen
    • Bearbeiten auf Werkzeugmaschinen

Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:

  • In allen Schwerpunkten:
    • Feinbearbeiten von Flächen
    • Herstellen von Bauteilen und Baugruppen aus Kunststoff
    • Planen und Organisieren rechnergestützter Fertigung
    • Instandhalten technischer Systeme
  • Im Schwerpunkt Maschinenbau:
    • Fertigen von Schweißkonstruktionen
    • Montieren, Demontieren und Inbetriebnehmen technischer Systeme
    • Programmieren automatisierter Systeme und Anlagen
  • Im Schwerpunkt Feinmechanik:
    • Herstellen von feinmechanischen Systemen
    • Programmieren automatisierter Systeme und Anlagen
  • Im Schwerpunkt Werkzeugbau:
    • Herstellen von Werkstücken durch Abtragen
    • Herstellen von Werkzeugen der Stanztechnik
    • Herstellen von Werkzeugen der Formentechnik

Teil 2 der Gesellenprüfung nach 3,5 Ausbildungsjahren

 

Finanzielle Aspekte

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Nicht tarifgebundene Betriebe müssen laut Berufsbildungsgesetz
in jedem Fall eine angemessene Ausbildungsvergütung gewähren. Orientierungsmöglichkeiten bieten die einschlägigen tarifvertraglichen Vereinbarungen. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.

Beispiel Metallhandwerk (monatlich brutto – je nach Bundesland):

  1. Ausbildungsjahr: € 440 bis € 952
  2. Ausbildungsjahr: € 500 bis € 995
  3. Ausbildungsjahr: € 560 bis € 1.067
  4. Ausbildungsjahr: € 610 bis € 1.122

 

Ausbildungsdauer /-abschluss

Ausbildungsdauer

3,5 Jahre

Anrechnungs- und Fortsetzungsmöglichkeiten

Eine abgeschlossene Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik der Fachrichtung Zerspanungstechnik kann auf die Ausbildung zum Feinwerkmechaniker/zur Feinwerkmechanikerin im Schwerpunkt Zerspanungstechnik angerechnet werden.

Abschlussbezeichnung

Feinwerkmechaniker/Feinwerkmechanikerin

 

Ausbildungssituationen

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:

Im Betrieb

  • Praktische Mitarbeit (unter Anleitung): Metallteile transportieren, Daten in computergesteuerte Maschinen eingeben, Bohrer bedienen, Bauteile zusammenfügen
  • Umgebung: Maschinenlärm in Werkstätten und -hallen, wechselnde Arbeitsorte
  • Kleidung: Schutzkleidung (z.B. Gehörschutz, Schutzbrille, Sicherheitsschuhe)
  • Arbeitszeit: z.T. Schichtarbeit
  • Anforderungen:
    • Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. bei manuellen Dreh- und Fräsarbeiten, beim genauen Ausrichten von Werkstücken)
    • Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis (z.B. bei der Montage von Maschinen und Anlagen, beim Erkennen und Beheben von Maschinenstörungen)
    • Sorgfalt (z.B. für das fehlerfreie Anfertigen von Präzisionsgeräten)

An der Berufsschule

Unterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht

 

Ausbildungsorte

Feinwerkmechaniker/innen werden im dualen System ausgebildet.

Lernorte sind

  • Ausbildungsbetrieb (i.d.R. Betriebe des Metallbaus, Hersteller von feinmechanischen Erzeugnissen): Werkstätten, Baustellen
  • Berufsschule: Unterrichtsräume

Können Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.

Hinweis: Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:

  • für die Länder Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt in Hamburg: Berufliche Schule Farmsen Medien Technik
    Hermelinweg 8
    D – 22159 Hamburg
    +49.40.428855750
    Fax +49.40.428855850
    Email: bs19@hibb.hamburg.de
    http://bs19hamburg.de/

Quelle: Übersicht länderübergreifender Fachklassen

 

Ausbildung im Ausland

Um Teile der Ausbildung im Ausland zu absolvieren, bieten sich zum Beispiel folgende Möglichkeiten:

 

Tätigkeitsinhalte

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Feinwerkmechaniker/innen fertigen metallene Präzisionsbauteile für Maschinen und feinmechanische Geräte und montieren diese zu funktionsfähigen Einheiten. Dabei bauen sie auch elektronische Mess- und Regelkomponenten ein. Häufig verwenden Feinwerkmechaniker/innen dazu computergesteuerte Werkzeugmaschinen, zum Teil führen sie die Arbeiten aber auch manuell aus.

Sie planen Arbeitsabläufe, richten Werkzeugmaschinen ein und bearbeiten Metalle mittels spanender Verfahren wie Drehen, Fräsen, Bohren, Schleifen und Honen . Anschließend beurteilen sie die Arbeitsergebnisse und überprüfen beispielsweise, ob vorgegebene Maßtoleranzen eingehalten werden. Zudem bauen sie die gefertigten Maschinenteile und Geräte zusammen, stellen sie je nach Verwendungszweck ein und führen Bedienungseinweisungen durch. Außerdem warten und reparieren sie feinmechanische Geräte.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?

Feinwerkmechaniker/innen fertigen Produkte der Stanz-, Schnitt- und Umformtechnik sowie der Vorrichtungs- und Formenbautechnik. Ebenso stellen sie Maschinen, Geräte, Systeme und Anlagen her, die sie zudem warten und instand setzen.

Meister der Präzision

Moderne Maschinen, z.B. industrielle Produktionsanlagen, bestehen aus vielen metallenen Bauteilen, die mit äußerster Präzision gefertigt werden. Bohrungen, Aussparungen oder Vertiefungen müssen sich exakt an den vorgeschriebenen Stellen befinden, damit eine Anlage z.B. Spezialschrauben für den Automobilbau, Verpackungen für Lebensmittel oder Infusionsflaschen für Kliniken in gleichbleibend hoher Qualität herstellen kann. Feinwerkmechaniker/innen fertigen solche Bauteile für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche und installieren ggf. Maschinen beim Kunden vor Ort. Mit dem Auftraggeber klären sie zunächst die Anforderungen und sichten ggf. dessen Skizzen und technische Zeichnungen. Dazu benötigen sie gutes räumliches Vorstellungsvermögen sowie solide Kenntnisse in Geometrie und Physik. Nachdem sie die Arbeitsabläufe geplant haben, beginnen Feinwerkmechaniker/innen mit der Fertigung. Dabei arbeiten sie sehr exakt, oft muss die Anfertigung auf einen tausendstel Millimeter genau sein. Außerdem sorgen Feinwerkmechaniker/innen dafür, dass die Maschinen, die sie benötigen, stets gewartet und betriebsbereit sind.

Hightech und Handarbeit

Feinwerkmechaniker/innen arbeiten in der Regel mithilfe der Steuerungs- und Regelungstechnik sowie computergestützter CNC -, CAD -, CAM – und CAQ -Techniken. Sie wählen für die gewünschte Bearbeitungsart geeignete Maschinen und Werkzeuge, etwa Drehmeißel, Fräsmaschine und Bohrmaschine, sowie Prüfmittel aus. Wenn die anzufertigenden Bauteile Einzelstücke sind, erstellen Feinwerkmechaniker/innen individuelle Steuerungsprogramme für CNC-Maschinen oder rufen fertige Programme ab und passen diese an. Ist das Programm geschrieben und eingegeben, richten sie die Maschine und die entsprechenden Werkzeuge ein. Dabei montieren sie auch die Spannvorrichtungen sowie Zusatzeinrichtungen für verschiedene Dreh- und Fräsverfahren. Sie prüfen Drehmeißel, Bohrer und Fräswerkzeuge auf Schneidfähigkeit, Abmessung und Form, montieren und positionieren sie. Dann stellen sie Maschinenwerte wie Fräsgeschwindigkeit und -tiefe ein oder legen diese im Bearbeitungsprogramm fest. Schließlich spannen sie den Rohling in die Maschine ein. Feinwerkmechaniker/innen nehmen immer wieder sorgfältige Zwischenmessungen am Werkstück vor, um sicherzustellen, dass die Qualitätsnormen eingehalten werden. Treten Betriebsstörungen auf, beheben sie die Fehler, tauschen Werkzeuge aus oder verändern z.B. die Drehzahl des Bohrers.

Breites Betätigungsfeld

Feinwerkmechaniker/innen fertigen, warten und reparieren je nach Schwerpunkt unterschiedliche Maschinen oder Anlagen: Im Schwerpunkt Maschinenbau sind dies Maschinen und Anlagen für die Produktion von Gebrauchsgütern, aber auch unterschiedlichste Geräte für die Großindustrie, wie z.B. Großwaagen, mit denen Güterwaggons oder Lastkraftwagen gewogen werden. Im Schwerpunkt Feinmechanik stellen sie z.B. Präzisionsprüfeinrichtungen, Steuergeräte, feinmechanische Apparate und Maschinen für die Industrie, wie etwa Näh-, Strick- und Bügelmaschinen, her. Im Schwerpunkt Werkzeugbau dagegen produzieren sie z.B. Schneid-, Umform- und Bearbeitungswerkzeuge oder Press-, Blas-, Druck- und Spritzgussformen. Dabei achten sie stets auf äußerste Genauigkeit, denn jedes Werkstück ist zunächst ein Einzelstück, das die Basis für eine spätere Serienproduktion bildet. Im Schwerpunkt Zerspanungstechnik liegt ihre Hauptaufgabe in der Fertigung von Werkstücken aus verschiedenen Werkstoffen für den Maschinen-, Anlagen- und Werkzeugbau.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

  • CNC -gesteuerte Werkzeugmaschinen oder Fertigungssysteme bedienen

    • passende Werkzeuge auswählen, montieren und positionieren
    • Steuerungsprogramme erstellen und eingeben
    • Rohlinge in die Maschine einspannen, Testläufe durchführen, Fertigungsprozesse überwachen
    • Zwischenmessungen vornehmen und ggf. Abweichungen korrigieren sowie Fehler beheben
  • Wartungsarbeiten durchführen

    • Fehler und Störungen auffinden und beheben
    • Maschinen, Geräte, Vorrichtungen, Systeme und Anlagen einschließlich der Steuerungs- und Regeleinrichtungen instand halten
  • Maschinen und Anlagen beim Kunden in Betrieb nehmen

    • Maschinen, Systeme und Anlagen einschließlich der Steuerungs- und Regeleinrichtungen montieren, vorinstallieren und in Betrieb nehmen
    • Kunden einweisen
    • alte Geräte demontieren
  • Arbeitsaufgaben und -abläufe im Team planen, vorbereiten und steuern; Arbeit mit vor- und nachgelagerten Bereichen im Betrieb und mit Kunden abstimmen
  • technische Zeichnungen und andere Unterlagen auswerten
  • Dreh- oder Fräsarbeiten ggf. von Hand vornehmen
  • Qualitätskontrollen durchführen, dabei Messschieber, Messschrauben, Lehren und Oberflächenmessgeräte verwenden
  • Normen und Richtlinien zur Sicherung der Produktqualität anwenden, im Betrieb zur ständigen Verbesserung von Arbeitsabläufen beitragen
  • Arbeitsergebnisse kontrollieren und bewerten
  • Qualitätsvorgaben berücksichtigen, betriebliche Richtlinien des Qualitätsmanagements umsetzen, am kontinuierlichen Verbesserungsprozess mitwirken

 

Verdienstmöglichkeiten

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (in der Stunde): € 16,27

 

Berufsbezeichnungen

Tätigkeitsbezeichnungen

  • Feinwerkmechaniker/in

Abweichende Berufsbezeichnungen der ehemaligen DDR

  • Feinmechaniker/Feinmechanikerin Präzisionsmechanik, Elektromechanik, Feinmechanik/Optik, Technische Optik
    (Ausbildungsberuf von 1970 bis 1990)
  • Schienenfahrzeugschlosser/Schienenfahrzeugschlosserin Spezialisierungsrichtung Straßenbahninstandhaltung
    (Ausbildungsberuf von 1985 bis 1990)
  • Schienenfahrzeugschlosser/Schienenfahrzeugschlosserin – Spezialisierungsrichtung Triebfahrzeug-, Wagen-,Straßenbahninstandhaltung, Kraftübertragungsanlagen
    (Ausbildungsberuf von 1985 bis 1990)
  • Waagenbauer/Waagenbauerin
    (Ausbildungsberuf von 1985 bis 1990)

Frühere Berufsbezeichnungen

  • Dreher/Dreherin
    (Ausbildungsberuf von 1936 bis 2002)
  • Feinmechaniker/Feinmechanikerin
    (Ausbildungsberuf von 1936 bis 1989)
  • Feinmechaniker/Feinmechanikerin Fachrichtung Feingerätebau
    (Ausbildungsberuf von 1989 bis 2002)
  • Feinmechaniker/Feinmechanikerin Fachrichtung Nähmaschineninstandhaltung
    (Ausbildungsberuf von 1989 bis 2002)
  • Maschinenbaumechaniker/Maschinenbaumechanikerin
    (Ausbildungsberuf von 1989 bis 2002)
  • Maschinenbaumechaniker/Maschinenbaumechanikerin Schwerpunkt Allgemeiner Maschinenbau
    (Ausbildungsberuf von 1989 bis 2002)
  • Maschinenbaumechaniker/Maschinenbaumechanikerin Schwerpunkt Erzeugende Mechanik
    (Ausbildungsberuf von 1989 bis 2002)
  • Maschinenbaumechaniker/Maschinenbaumechanikerin Schwerpunkt Waagenbau
    (Ausbildungsberuf von 1989 bis 2002)
  • Mechaniker/Mechanikerin (Nähmaschinen- und Zweiradmechaniker/-mechanikerin)
    (Ausbildungsberuf von 1964 bis 1989)
  • Werkzeugmacher/Werkzeugmacherin Schwerpunkt Formenbau
    (Ausbildungsberuf von 1989 bis 2002)
  • Werkzeugmacher/Werkzeugmacherin Schwerpunkt Stanzwerkzeug- und Vorrichtungsbau
    (Ausbildungsberuf von 1989 bis 2002)

Vergleichbare Berufsbezeichnungen im deutschsprachigen Ausland

Schweiz

  • Mikromechaniker/in
  • Polymechaniker/in

Berufsbezeichnung in englischer Sprache

  • Precision machinist (m/f)

Berufsbezeichnung in französischer Sprache

  • Mécanicien/Mécanicienne de précision

 

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während der Ausbildung erwirbt:

  • Arbeit nach Zeichnung
  • Feinwerktechnik
  • Justieren
  • Maschinenführung, Anlagenführung, -bedienung
  • Maschinentechnik
  • Messen, Prüfen (Metalltechnik)

Weitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:

  • Arbeitsvorbereitung
  • CNC-Kenntnisse, CNC-Programmieren
  • Elektronik
  • Elektrotechnik
  • Geräteelektronik
  • Maschineneinrichtung, Anlageneinrichtung
  • Mess-, Steuer-, Regeltechnik (MSR)
  • Oberflächen behandeln, veredeln
  • Oberflächentechnik
  • Qualitätsprüfung, Qualitätssicherung
  • Schnitt-, Stanz-, Biegewerkzeuge
  • Werkzeugmaschinentechnik
  • Zerspanungstechnik

Weitere relevante Fertigkeiten und Kenntnisse:

  • Kompetenzgruppe „CNC-, NC-Programme“
  • Kompetenzgruppe „Zerspanungstechnische Verfahren“

 

Arbeitsbedingungen

Arbeitsorte

Feinwerkmechaniker/innen arbeiten in erster Linie

  • in Werkstätten
  • in Werk- und Fabrikhallen
  • in Messlabors
  • an Computerarbeitsplätzen

Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch

  • beim Kunden vor Ort

Arbeitssituation

Feinwerkmechaniker/innen richten Metallbearbeitungsmaschinen ein und überwachen sie, führen jedoch auch Handarbeiten aus, z.B. wenn sie Maschinen warten. Bei manchen Arbeiten tragen sie Schutzkleidung, z.B. Sicherheitsschuhe, Gehörschutz, Schutzbrillen oder Atemschutz. Sie sind in Werkstätten bzw. -hallen tätig, auch bei den Kunden vor Ort oder auf Baustellen. Richten sie Maschinen ein, kommen sie mit Schmier- und Kühlmitteln in Berührung. Bei der Metallbearbeitung kann der Lärmpegel hoch sein, Klebstoffdämpfe oder Metallstaub liegen in der Luft. In manchen Betrieben ist Schichtarbeit üblich.

Die Anfertigung von Präzisionsgeräten erfordert eine sorgfältige, äußerst exakte Arbeitsweise. Mit Fingerspitzengefühl montieren Feinwerkmechaniker/innen kleinste Präzisionsteile und richten Werkstücke exakt aus. Dabei ist eine gute Auge-Hand-Koordination und räumliches Sehvermögen wichtig. Handwerkliche Geschicklichkeit und technisches Verständnis sind z.B. für Montage-, Wartungs- und Reparaturarbeiten erforderlich.

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

  • Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen (z.B. CNC-Maschinen, Werkzeugmaschinen)
  • Handarbeit (z.B. alte Geräte demontieren)
  • Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. Sicherheitsschuhe, Schutzbrillen oder Gehörschutz)
  • Arbeit in Werkstätten, Werk-/Produktionshallen
  • Arbeit unter Lärm (z.B. Maschinenlärm)
  • Arbeit mit Schmierstoffen (Öl, Fett) (z.B. Schmier- und Kühlmittel)
  • Präzisions-, Feinarbeit (z.B. kleine Präzisionsteile montieren)

 

Arbeitsgegenstände

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Erzeugnisse, z.B.: Maschinen, Anlagen, Werkzeuge für die maschinelle Metallbearbeitung, Gießformen, Geräte, Messinstrumente, Werkstücke für den Maschinen-, Anlagen- und Werkzeugbau

Werkstoffe und -stücke, z.B.: Metallwerkstoffe, Kunststoffe, Verbundwerkstoffe, mechanische und elektronische Bauteile, Steuer- und Regeleinrichtungen, Halbzeug

Anlagen, Maschinen und Geräte, z.B.: CNC -Anlagen, Anlagen für die Additive Fertigung (3-D-Druck ), Fräs – und Drehmaschinen, Mess- und Prüfgeräte

Zubehör, z.B.: Schrauben, Muttern, Bolzen- und Stiftverbindungen, Kühl- und Schmierstoffe, Lacke

Unterlagen und Software, z.B.: Konstruktionszeichnungen, Instandhaltungspläne, CAM – und ERP -Software

 

Typische Branchen

Arbeitsbereiche/Branchen

Feinwerkmechaniker/innen finden Beschäftigung in erster Linie

  • bei Herstellern von feinmechanischen und optischen Erzeugnissen
  • im Maschinen- und Werkzeugbau
  • in Betrieben, die elektrische Mess- und Kontrollinstrumente produzieren

Darüber hinaus finden sie auch Beschäftigung

  • bei Wartungs- und Reparaturdiensten
  • an Hochschulen, z.B. an physikalischen Instituten

Branchen im Einzelnen

  • Feinmechanik, Optik

    • Herstellung von nicht elektrischen Mess-, Kontroll-, Navigations- u. ä. Instrumenten und Vorrichtungen
    • Herstellung von Prüfmaschinen
  • Maschinenbau, Werkzeugbau

    • Herstellung von auswechselbaren Werkzeugen für die Metallbearbeitung a. n. g.
    • Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und Antriebselementen
    • Herstellung von Maschinen für sonstige bestimmte Wirtschaftszweige, z.B. Schablonen- und Formenbaubetriebe, Hersteller von Kunststoffformmaschinen
    • Herstellung von Maschinen für sonstige bestimmte Wirtschaftszweige a. n. g., z.B. Verkaufsautomaten, Verpackungsmaschinen
  • Automatisierungstechnik

    • Herstellung von elektrischen Mess-, Kontroll-, Navigations- u. ä. Instrumenten und Vorrichtungen

Auch denkbar:

  • Sonstige Konsumgüter

    • Reparatur von sonstigen Gebrauchsgütern, z.B. Nähmaschinen
  • Hochschulen, Fachhochschulen, Berufs-, Fachakademien

    • Universitäten
    • Allgemeine Fachhochschulen

 

Anpassungsweiterbildung

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Feinwerktechnik, Werkzeugbau, CNC -Technik, Schweiß-, Füge- und Trenntechniken).

Darüber hinaus kann sich der Trend, 3-D-Druck oder kollaborierende Roboter (Cobots) im Maschinen- und Werkzeugbau einzusetzen, zu einem wichtigen Weiterbildungsthema für Feinwerkmechaniker/innen entwickeln.

 

Aufstiegsweiterbildung

Aufstiegsweiterbildung bietet die Möglichkeit, beruflich voranzukommen und in Führungspositionen zu gelangen (z.B. durch die Prüfung als Feinwerkmechanikermeister/in oder eine Weiterbildung als Techniker/in der Fachrichtung Feinwerktechnik).

Ein Studium eröffnet weitere Berufs- und Karrierechancen (z.B. durch einen Bachelorabschluss im Studienfach Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik).

 

Möglichkeiten nach Weiterbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessern

Eine gute Startposition können sich angehende Feinwerkmechaniker/innen verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. als Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten oder im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation „Europaassistent/in“.

Die passende Beschäftigung finden

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Feinwerkmechaniker/innen in Betrieben der Feinmechanik und Optik, des Werkzeug- und Maschinenbaus sowie bei Herstellern von Mess- und Prüfinstrumenten.

Die Beschäftigungsfähigkeit sichern

Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Feinwerktechnik bis hin zu Schweiß-, Füge- und Trenntechniken.

Beruflich weiterkommen

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Feinwerkmechanikermeister/zur Feinwerkmechanikermeisterin abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Mikrotechnik, Mikrosystemtechnik erwerben.

Sich selbstständig machen

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einem Betrieb des Feinwerkmechaniker-, Schneidwerkzeug- oder Graveur-Handwerks.

 

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:

Feinwerktechnik, Werkzeugbau

Metallbearbeitung

Produktionsplanung, -steuerung

Qualitätssicherung, -management

Wartung, Instandhaltung, Kundendienst

 

Ähnliche Berufe

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.

Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Feinwerkmechaniker/in an:

Job- und Besetzungsalternativen

für berufliche Schwerpunkte (i.d.R. kurze Einarbeitung):

für Teiltätigkeiten und berufliche Einsatzmöglichkeiten (mit/ohne Einarbeitung):

mit niedrigerem Qualifikationsniveau:

Eine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:

Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Feinwerkmechaniker/in an:

Tätigkeitsfeld Feinwerktechnik, Werkzeugbau

Gemeinsamkeiten:

  • Werkstücke durch manuelles oder maschinelles Feilen, Bohren oder Schleifen maßgenau bearbeiten
  • Werkzeugmaschinen einrichten und bedienen
  • ggf. elektrische, elektronische und optische Komponenten montieren

Hinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung, eine Zusatzausbildung oder eine neue Ausbildung, die allerdings oft verkürzt absolviert werden kann.

Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternative bietet sich für den Beruf Feinwerkmechaniker/in an:

Tätigkeitsfeld Feinwerktechnik, Werkzeugbau

Gemeinsamkeiten:

  • Werkstücke durch manuelles oder maschinelles Feilen, Bohren oder Schleifen maßgenau bearbeiten
  • Werkzeugmaschinen einrichten und bedienen
  • ggf. elektrische, elektronische und optische Komponenten montieren