Fachkraft für Lagerlogistik

Zugang zur Tätigkeit

In der Regel benötigt man eine abgeschlossene Berufsausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik.

Sonstige Zugangsbedingungen

Beim Umgang mit Gefahrgut muss zusätzlich eine entsprechende Gefahrgutbescheinigung vorliegen.

Berufsbezeichnung

Berufskundliche Gruppe

Fachkraft – Lagerlogistik

Diesen Beruf haben Sie aktuell ausgewählt.

Duale Ausbildung

Fachkraft – Lagerwirtschaft

Vorläuferberuf

Tätigkeit nach Ausbildung

 

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Die Betriebe stellen im Ausbildungsbereich Industrie und Handel überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit mittlerem Bildungsabschluss ein, im Ausbildungsbereich Handwerk überwiegend mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hauptschulabschluss .

 

Schulische Vorkenntnisse

Schulische Vorbildung in der Praxis

Im Jahr 2017 gab es im Ausbildungsbereich Industrie und Handel 10.344 Ausbildungsanfänger/innen. 49 Prozent der zukünftigen Fachkräfte für Lagerlogistik verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss , 35 Prozent besaßen einen Hauptschulabschluss . Zehn Prozent verfügten über die Hochschulreife , vier Prozent konnten keinen Hauptschulabschluss vorweisen.

 

Im Ausbildungsbereich Handwerk gab es 216 Ausbildungsanfänger/innen. 50 Prozent verfügten über einen mittleren Bildungsabschluss, 43 Prozent besaßen einen Hauptschulabschluss. Fünf Prozent verfügten über die Hochschulreife, ein Prozent konnte keinen Hauptschulabschluss vorweisen.

 

Quelle:

Die Angaben orientieren sich an den Informationen des Datensystems Auszubildende (DAZUBI) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).

Wichtige Schulfächer

Vertiefte Kenntnisse in folgenden Schulfächern bilden gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung:

Mathematik:

Um Lagerkennzahlen ermitteln und auswerten zu können, ist das Beherrschen der Grundrechenarten unabdingbar.

Deutsch:

Sicherheit in der Rechtschreibung, im Satzbau und Ausdruck sind wichtige Voraussetzungen zum Ausfüllen von Fracht-, Versand- und Lagerunterlagen.

Englisch und weitere Fremdsprachen:

Zur Verständigung mit ausländischen Lieferanten und Fernfahrern/-fahrerinnen sind Englischkenntnisse erforderlich und weitere Fremdsprachen von Vorteil.

 

Anerkennung ausländischer Qualifikationen

Die Tätigkeit als Fachkraft für Lagerlogistik ist nicht reglementiert.

Um mit einem im Ausland erworbenen Abschluss in diesem Beruf zu arbeiten, ist keine berufliche Anerkennung notwendig. Jedoch kann eine Feststellung der Gleichwertigkeit deutschen Arbeitgebern helfen, die im Ausland erworbenen beruflichen Fähigkeiten besser zu beurteilen.

Informationen zur Feststellung der Gleichwertigkeit für anerkannte Ausbildungsberufe bietet das Informationsportal der Bundesregierung zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen: www.anerkennung-in-deutschland.de

Zuständige Stellen sind die Industrie- und Handelskammern. Für die Antragstellung ist folgende zentrale Stelle eingerichtet worden:

IHK FOSA
Ulmenstraße 52g
D – 90443 Nürnberg
Tel. +49.911.815060
Fax +49.911.81506100
Email: info@ihk-fosa.de
http://www.ihk-fosa.de

Weiterführende Informationen zu Leben und Arbeiten in Deutschland:

 

Gesundheitliche Aspekte

Charakteristische körperliche Anforderungen

Die Ausübung des Berufs kann folgende körperliche Anforderungen mit sich bringen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten.

  • Körperkraft (z.B. Transportkisten anheben und bewegen)
  • Körperliche Ausdauer (z.B. in großen Lagerhallen zu Fuß Waren kommissionieren)
  • Robuste Gesundheit (z.B. in Hallen, Ladevorzonen oder Kühlhäusern bei wechselnden klimatischen Bedingungen arbeiten)
  • Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. mit Gabelstaplern oder anderen Transportgeräten die Waren zwischen Ladezonen und Lagerplätzen bewegen)
  • Sehvermögen für die Ferne – auch korrigiert (z.B. das Entladen eines Lkw in der Ladezone überwachen)
  • Nahsehvermögen – auch korrigiert (z.B. angelieferte Waren auf Vollständigkeit und Unversehrtheit kontrollieren)
  • Räumliches Sehvermögen (z.B. Kräne oder Gabelstapler in Lagern steuern)
  • Belastbares Herz-Kreislaufsystem (z.B. bei körperlich anstrengenden Arbeiten)

Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Eignung muss im Einzelfall durch eine ärztliche Untersuchung festgestellt werden.

Berufsrelevante gesundheitliche Einschränkungen

Folgende gesundheitliche Einschränkungen könnten bei der Ausübung des Berufs zu Problemen führen. Die Angaben müssen nicht zwingend für jedes Tätigkeitsprofil oder jede berufliche Einsatzmöglichkeit gelten. Immer häufiger gibt es zudem Möglichkeiten, Einschränkungen beispielsweise durch technische Hilfsmittel zu kompensieren.

  • Muskelschwäche, fehlende Muskelkraft (z.B. Transportkisten anheben und bewegen)
  • Mangelnde körperliche Ausdauer (z.B. in großen Lagerhallen zu Fuß Waren kommissionieren)
  • Infektanfälligkeit, chronische Infektionskrankheiten (z.B. in Hallen, Ladevorzonen oder Kühlhäusern bei wechselnden klimatischen Bedingungen arbeiten)
  • Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände (z.B. mit Gabelstaplern oder anderen Transportgeräten die Waren zwischen Ladezonen und Lagerplätzen bewegen)
  • Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Ferne (z.B. das Entladen eines Lkw in der Ladezone überwachen)
  • Nicht korrigierbare Sehschwäche für die Nähe (z.B. angelieferte Waren auf Vollständigkeit und Unversehrtheit kontrollieren)
  • Fehlendes/gestörtes räumliches Sehvermögen (z.B. Kräne oder Gabelstapler in Lagern steuern)
  • Leistungsvermindernde und chronische Herz- und Kreislauferkrankungen (z.B. bei körperlich anstrengenden Arbeiten)
  • Stoffwechselkrankheiten (z.B. bei Belastungen durch Nacht- und Schichtarbeit)
  • Chronische Magen- oder Darmleiden (z.B. bei Belastungen durch Nacht- und Schichtarbeit)

Hinweis: Diese Informationen bilden keine Grundlage für rechtliche Schritte und sind nicht im Sinne einer medizinischen Eignungsfeststellung zu verstehen. Die tatsächliche körperliche Nichteignung muss im Einzelfall durch eine ärztliche Untersuchung festgestellt werden.

 

Interessen

Folgende Interessen sind wichtig und hilfreich, um diesen Beruf erlernen und ausüben zu können. Die Interessen sind in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit genannt. Zu jedem Interessenbereich werden zur Veranschaulichung Tätigkeiten genannt.

  • Interesse an verwaltend-organisatorischen Tätigkeiten
    • B. Kontrollieren von angelieferten Waren auf Vollständigkeit und Unversehrtheit
    • B. Berechnen von Frachtgewicht und -volumen
    • B. Ermitteln der Zugriffshäufigkeit auf Lagerplätze
  • Interesse an praktisch-konkreten Tätigkeiten
    • B. Bedienen von Fördersystemen, Hebezeugen oder Regalbediengeräten
    • B. Vorbereiten von Kennzeichnungsschildern für Transportgüter
  • Interesse an kaufmännisch-organisatorischen Tätigkeiten
    • B. Bestellen von Waren bei geeigneten Anbietern

 

Arbeits-/ Sozialverhalten

Einige Merkmale des Arbeits- und Sozialverhaltens sind gleichermaßen für alle Berufe relevant und werden deshalb nicht gesondert erwähnt. Hierzu gehören: Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit sowie angemessene Umgangsformen. Zusätzlich werden die nachfolgend genannten berufsspezifischen Merkmale benötigt, um diesen Beruf ausüben zu können.

  • Leistungs- und Einsatzbereitschaft(z.B. Erkennen von Arbeitsengpässen beim Verladen von Gütern und bereitwilliges Übernehmen aller notwendigen Aufgaben in Lagerhallen zur Bewältigung des Engpasses)
  • Sorgfalt(z.B. Lieferungen für den Versand korrekt zusammenstellen; sachgerechter Umgang, sachgerechte Lagerung und Verpackung der Ware)
  • Verantwortungsbewusstsein und -bereitschaft(z.B. vorschriftsmäßiges Einlagern von Gefahrstoffen, um Mensch und Umwelt nicht zu schädigen)
  • Selbstständige Arbeitsweise(z.B. eigenständiges Erkennen und Erledigen der Aufgaben beim Zuteilen von Lagerplätzen sowie Zeiten für das Ein- und Auslagern von Gütern)
  • Umsicht(z.B. Erfassen und Berücksichtigen des Umfelds beim Führen von Gabelstaplern, Kränen oder Hebebühnen, Bedienen von Förder- und Sortieranlagen)

 

Fähigkeiten

Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten

Folgende Fähigkeiten , Kenntnisse und Fertigkeiten werden benötigt, um den Beruf lernen und ausüben zu können. Bei einigen Fähigkeiten wird ein Ausprägungsgrad genannt. Dieser gilt für den mittleren oder typischen Vertreter dieses Berufes.

Fähigkeiten

  • Gut durchschnittliches allgemeines intellektuelles Leistungsvermögen
  • Gut durchschnittliches räumliches Vorstellungsvermögen (z.B. Verstauen der Güter im Lager; Beladen von Lastkraftwagen unter Berücksichtigung von Warenart, Beschaffenheit, Volumen und Gewicht)
  • Wahrnehmungs- und Bearbeitungsgeschwindigkeit (z.B. schnelles Prüfen von Begleitpapieren auf Richtigkeit und Vollständigkeit)
  • Reaktionsgeschwindigkeit (z.B. Stoppen von Gabelstaplern, Brückenkränen und Regalhubgeräten in plötzlich auftretenden Gefahrensituationen)
  • Auge-Hand-Koordination (z.B. Bedienen von Hebezeugen oder Regalbediengeräten beim Transport der Güter)
  • Befähigung zum Planen und Organisieren (z.B. Zuteilen von Be- und Entladezeiten sowie Lagerplätzen)
  • Räumliche Orientierung (z.B. Zurechtfinden in z.T. großen und unübersichtlichen Lagerhallen mit einer Vielzahl von Regalen)

Hinweis: Die Ausprägungsgrade beziehen sich auf Personen mit Hauptschulabschluss.

Kenntnisse und Fertigkeiten

  • Rechenfertigkeiten (z.B. Ermitteln von Versandkosten, Frachtgewicht und -volumen)
  • Verständnis für mündliche Äußerungen (z.B. Verstehen von z.T. undeutlich geäußerten Lieferantenwünschen)
  • Mündliches Ausdrucksvermögen (z.B. Führen von Rücksprachen mit Frachtführern und Kunden bei Transportschäden)

 

Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie man Güter quantitativ und qualitativ kontrolliert, Eingangsdaten erfasst und Fehlerprotokolle erstellt
  • wie man Begleitpapiere nach betrieblichen Vorgaben und auf Richtigkeit und Vollständigkeit prüft, unter Berücksichtigung von Zoll- und Gefahrgutvorschriften
  • welche Normen, Maße, Mengen- und Gewichtseinheiten zu beachten sind
  • wie man Güter unter Beachtung von Einlagerungsvorschriften einlagert
  • wie insbesondere Gefahrgüter, gefährliche Arbeitsstoffe, Zollgut, verderbliche Ware unter Beachtung von Kennzeichnungen und Symbolen zu handhaben sind
  • welche Transportverpackungen und Füllmaterialien hinsichtlich Güterart, Transportart, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit auszuwählen sind
  • wie man Sendungen entsprechend der Gütereigenschaften und Verkehrsmittel verlädt und verstaut
  • wie man Qualität und Wert der Güter während ihrer Lagerzeit erhält
  • wie Ladelisten und Beladepläne unter Beachtung der Ladevorschriften zu erstellen sind
  • wie man Versand- und Begleitpapiere bearbeitet und außenwirtschaftliche Vorschriften beachtet
  • wie man Kommunikation mit vorausgehenden und nachfolgenden Funktionsbereichen sicherstellt

Darüber hinaus werden während der gesamten Ausbildung Kenntnisse über Themen wie Rechte und Pflichten während der Ausbildung, Organisation des Ausbildungsbetriebs und Umweltschutz vermittelt.

In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse:

  • in berufsspezifischen Lernfeldern (z.B. logistische Prozesse optimieren, Kennzahlen ermitteln und auswerten, Touren planen)
  • in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde

Zusatzqualifikationen

Die Zusatzqualifikation „Europaassistent/in“ eröffnet für Auszubildende mit einem mittleren Bildungsabschluss die Möglichkeit, interkulturelle Kompetenzen aufzubauen, Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern und sich fachlich – über die Erstausbildung hinaus – zu bilden. Bestandteile der Zusatzqualifikation sind ein besonderer Berufsschulunterricht (z.B. Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht) und ein mehrwöchiges Praktikum im Ausland. Weitere Informationen erteilt z.B.:

Europaassistent/in

 

Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt. Der Berufsschulunterricht findet an bestimmten Wochentagen oder in Blockform statt.

Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan und dem Rahmenlehrplan

1. und 2. Ausbildungsjahr:

Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:

  • Arbeitsorganisation; Information und Kommunikation
  • logistische Prozesse, qualitätssichernde Maßnahmen
  • Einsatz von Arbeitsmitteln
  • Annahme von Gütern
  • Lagerung von Gütern
  • Kommissionierung und Verpackung von Gütern
  • Versand von Gütern

Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:

  • Güter annehmen und kontrollieren
  • Güter lagern
  • Güter bearbeiten
  • Güter im Betrieb transportieren
  • Güter kommissionieren
  • Güter verpacken
  • Touren planen
  • Güter verladen

Zwischenprüfung vor Ende des 2. Ausbildungsjahres

  1. Ausbildungsjahr:

Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:

  • Vertiefung der Kenntnisse aus den beiden ersten Ausbildungsjahren

Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:

  • Güter versenden
  • logistische Prozesse optimieren
  • Güter beschaffen
  • Kennzahlen ermitteln und auswerten

Abschlussprüfung am Ende des 3. Ausbildungsjahres

 

Finanzielle Aspekte

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung für eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Nicht tarifgebundene Betriebe müssen laut Berufsbildungsgesetz
in jedem Fall eine angemessene Ausbildungsvergütung gewähren. Orientierungsmöglichkeiten bieten die einschlägigen tarifvertraglichen Vereinbarungen. Findet die Ausbildung in schulischer Form statt (z.B. an einer Berufsfachschule oder im 1. Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr BGJ), wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt.

Beispiel Groß- und Außenhandel (monatlich brutto – je nach Bundesland):

  1. Ausbildungsjahr: € 747 bis € 1.000
  2. Ausbildungsjahr: € 802 bis € 1.053
  3. Ausbildungsjahr: € 921 bis € 1.114

Beispiel privates Verkehrsgewerbe (monatlich brutto – je nach Bundesland):

  1. Ausbildungsjahr: € 480 bis € 975
  2. Ausbildungsjahr: € 570 bis € 1.025
  3. Ausbildungsjahr: € 640 bis € 1.065

 

Ausbildungsdauer /-abschluss

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Anrechnungs- und Fortsetzungsmöglichkeiten

Eine abgeschlossene Ausbildung zum Fachlageristen/zur Fachlageristin kann auf die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik angerechnet werden.

Abschlussbezeichnung

Fachkraft für Lagerlogistik

 

Ausbildungssituation

Auf folgende Bedingungen und Anforderungen sollte man sich einstellen:

Im Betrieb

  • Praktische Mitarbeit (unter Anleitung): z.B. Güter annehmen und lagern, Lieferungen zusammenstellen, Güter verladen und versenden
  • Umgebung: wechselnde Arbeitsorte: Büros mit Bildschirmarbeitsplätzen, Lagerräume oder -hallen, Ladevorzonen, im Freien bei wechselnden Witterungsverhältnissen
  • Kleidung: Schutzkleidung (z.B. Sicherheitsschuhe)
  • Arbeitszeit: i.d.R. Schichtarbeit
  • Anforderungen:
    • Gute körperliche Konstitution (z.B. zwischen Arbeiten in unbeheizten und zugigen Lagerhallen, klimatisierten Büroräumen, Kühlhallen oder im Freien wechseln)
    • Organisatorische Fähigkeiten und Sorgfalt (z.B. Be- und Entladezeiten sowie Lagerplätze zuteilen, Lieferungen für den Versand richtig zusammenstellen)
    • Räumliches Vorstellungsvermögen (z.B. Güter im Lager unter Berücksichtigung von Warenart, Beschaffenheit, Volumen und Gewicht verstauen)
    • Umsicht und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Bedienen von Fördersystemen oder Hebezeugen, beim Transport und der Lagerung von Gefahrstoffen)

An der Berufsschule

Unterricht an einem oder zwei Tagen pro Woche oder als Blockunterricht

 

Ausbildungsorte

Fachkräfte für Lagerlogistik werden im dualen System ausgebildet.

Lernorte sind

  • Ausbildungsbetrieb (i.d.R. Industrie-, Handels- und Speditionsbetriebe): Lagerräume
  • Berufsschule: Unterrichtsräume

Können Betriebe nicht alle geforderten Ausbildungsinhalte vermitteln, besteht die Möglichkeit, Teile der Ausbildung in überbetriebliche Ausbildungsstätten zu verlagern.

 

Ausbildung im Ausland

Um Teile der Ausbildung im Ausland zu absolvieren, bietet sich zum Beispiel folgende Möglichkeit:

Verschiedene europäische Länder

Auslandspraktikum im Rahmen der Zusatzqualifikation „Europaassistent/in“

Dauer: mindestens 3 Wochen

Zugangsvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss

Weitere Informationen z.B.: Europaassistent/in

 

Tätigkeitsinhalte

Aufgaben und Tätigkeiten kompakt

Fachkräfte für Lagerlogistik nehmen Waren aller Art an und prüfen anhand der Begleitpapiere deren Menge und Beschaffenheit. Sie organisieren die Entladung der Güter, sortieren diese und lagern sie sachgerecht an vorher bereits eingeplanten Plätzen. Dabei achten sie darauf, dass die Waren unter optimalen Bedingungen gelagert werden, und regulieren z.B. Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Im Warenausgang planen sie Auslieferungstouren und ermitteln die günstigste Versandart. Sie stellen Lieferungen zusammen, verpacken die Ware und erstellen Begleitpapiere wie Lieferscheine oder Zollerklärungen. Außerdem beladen sie Lkws, Container oder Eisenbahnwaggons, bedienen Gabelstapler und sichern die Fracht gegen Verrutschen oder Auslaufen. Darüber hinaus optimieren Fachkräfte für Lagerlogistik den innerbetrieblichen Informations- und Materialfluss von der Beschaffung bis zum Absatz. Sie erkunden Warenbezugsquellen, erarbeiten Angebotsvergleiche, bestellen Waren und veranlassen deren Bezahlung.

Aufgaben und Tätigkeiten (Beschreibung)

Worum geht es?

Fachkräfte für Lagerlogistik nehmen Güter an, kontrollieren sie und lagern sie sachgerecht. Sie stellen Lieferungen und Tourenpläne zusammen, verladen und versenden Güter. Außerdem wirken sie bei der Optimierung logistischer Prozesse mit.

Waren im Überblick

Hochregale, Fässer, Container, unabhängig davon, wie Transport- und Logistikunternehmen oder Industriebetriebe ihre Waren und Rohstoffe im Lager aufbewahren: Fachkräfte für Lagerlogistik wissen, an welchem Platz sich welches Produkt befindet. Mithilfe der RFID-Technologie können sie Produktstandort sowie -informationen abrufen. Sie erfassen und kontrollieren die ein- und ausgehenden Güter, stellen Ladungen zusammen und verpacken Einzelteile transportsicher. Außerdem sorgen sie dafür, dass Lieferungen zur festgelegten Zeit den jeweils richtigen Adressaten erreichen.

Wird Ware im Lager angeliefert, nehmen Fachkräfte für Lagerlogistik die Begleitpapiere entgegen, die ihnen die Fahrer/innen aushändigen. Sie kontrollieren, ob die Angaben zu Menge und Inhalt mit der tatsächlichen Lieferung übereinstimmen und überprüfen stichprobenartig, ob die Ware unversehrt ist. Mängel vermerken sie auf den Papieren. Ebenso nehmen sie Rücksendungen entgegen und prüfen diese auf Vollständigkeit. Anschließend verbuchen sie die Ware im Computer als Eingang. Bei Rücksendungen veranlassen sie ggf. die weiteren Schritte. Im Rahmen der Digitalisierung setzen Fachkräfte für Lagerlogistik z.B. auch Datenbrillen ein, die Scanner und Papierdokumente in der Lagerkommissionierung ersetzen, oder kamerabasierte Staplermanagementsysteme mit 3-D-Ortung.

Richtige Lagerung

Fachkräfte für Lagerlogistik planen, wo im Lager welche Ware untergebracht werden soll, und organisieren die Entladung der Lkws. Wird eine Lieferung schon am nächsten Tag wieder abgeholt, muss sie gut zugänglich gelagert werden. Leicht verderbliche Lebens- und Futtermittel sind kühl zu lagern, giftige Stoffe, Heizöl oder Gasflaschen unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen aufzubewahren. Fachkräfte für Lagerlogistik berücksichtigen auch Volumen und Gewicht der Ware: Sind die Artikel stapelbar? Welche Tragkraft hat das Regal im Lager? Sie ermitteln die kostengünstigste, sicherste und platzsparendste Vorgehensweise. Anschließend lagern sie die Ware mithilfe von Fördergeräten wie Gabelstaplern, Brückenkränen oder automatischen Förder- oder Sortieranlagen ein und dokumentieren alle Vorgänge mit einer speziellen Software. Vor allem in großen Lagern mit tausenden von verschiedenen Waren bzw. Einzelteilen muss der Standort jeder einzelnen Produktvariante genau dokumentiert sein: Sei es, um den Wareneingang an der richtigen Stelle zu lagern, Rücksendungen einzusortieren oder Waren für die Auslieferung zusammenstellen zu können. Die genauen Lagerorte können dann auch jederzeit auf dem digitalen Assistenten abgerufen werden.

Fachkräfte für Lagerlogistik führen auch nach der Einlagerung immer wieder Sichtkontrollen durch, überprüfen Ware mit Mindesthaltbarkeitsdatum und kontrollieren, ob Luftfeuchtigkeit und -temperatur stimmen.

Warenausgang

Auch der Warenausgang muss routiniert und effizient organisiert werden. Fachkräfte für Lagerlogistik arbeiten ggf. komplette Tourenpläne aus und beachten dabei Faktoren wie Kosten oder Geschwindigkeit. Bei der Recherche und beim Ausfüllen der Versandpapiere benötigen sie gelegentlich auch Englischkenntnisse. Anschließend erfolgt die Kommissionierung, also die auftragsspezifische Zusammenstellung der Waren aus dem Lager, beispielsweise sprachgesteuert (Pick-by-Voice). Hier erhalten die Fachkräfte über Kopfhörer Anweisungen, welche Produkte sie aus den Regalen entnehmen sollen, und können über Mikrofon die Entnahme bestätigen. Bei der Pick-by-Light-Kommissionierung markiert ein Licht das Fach mit den gewünschten Teilen. Wenn Fachkräfte für Lagerlogistik Lieferungen verpacken, berücksichtigen sie Güter- und Transportart, Transportweg und Wirtschaftlichkeit sowie die gesetzlichen Sicherheitsbestimmungen, Zollvorschriften und Umweltschutzrichtlinien. Sie wählen geeignete Verpackungsmaschinen und -geräte aus, beschriften und kennzeichnen die Ware. Besonderes Augenmerk gilt den gefährlichen Stoffen. So dürfen z.B. bestimmte Gefahrgüter nicht gemeinsam transportiert werden. Für Lkw-Fahrer/innen erstellen Fachkräfte für Lagerlogistik Begleitpapiere. Wenn sie die Ware herausgeben, buchen sie diese per Computer aus dem Bestand aus. Zusammen mit dem Fahrer oder der Fahrerin verladen und sichern sie die Güter. Bei Gefahrguttransporten bringen sie am Lkw die erforderlichen Hinweisschilder an.

Neben dem Warenein- und -ausgang optimieren Fachkräfte für Lagerlogistik den Informations-, Material- und Wertefluss. Sie führen Inventurarbeiten durch, analysieren die Beschaffungsplanung und prüfen die Lagerbestände quantitativ und qualitativ. Sie erkunden auch neue günstige Beschaffungsmöglichkeiten, erarbeiten Angebotsvergleiche, bestellen Waren und veranlassen deren Bezahlung.

Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelnen

  • Güter annehmen und kontrollieren

    • Platz für die eingehende Ware planen
    • angelieferte Waren in Empfang nehmen, auf Vollständigkeit und Unversehrtheit kontrollieren
    • im Fall einer Beanstandung Rücksprache mit dem Frachtführer nehmen; ggf. weitere Maßnahmen einleiten
    • Entladungsvorgang organisieren
  • Güter lagern

    • Lagerzonen und -einrichtungen planen
    • Lagerplätze nach technischen, ökonomischen und sicherheitsrelevanten Gesichtspunkten auswählen bzw. festgelegte Lagerplätze für Produkte und Produktvarianten identifizieren
    • Güter mithilfe von Fördergeräten einlagern, dabei Warenart, Beschaffenheit, Volumen und Gewicht beachten
    • Einlagerung mit spezieller Software dokumentieren
  • Maßnahmen zur Qualitätserhaltung und -verbesserung ergreifen, z.B. Sichtkontrollen durchführen, Waren mit Mindesthaltbarkeitsdatum überprüfen, Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur kontrollieren
  • Güter im Betrieb transportieren

    • Fördersysteme, Hebezeuge oder Regalbediengeräte je nach Güterart und -menge, Wegstrecke sowie unter dem Aspekt der Unfallsicherheit, des Umweltschutzes und der Kosten auswählen
    • Waren in andere Betriebsabteilungen transportieren
  • Tourenplan unter wirtschaftlichen, infrastrukturellen, terminlichen und umweltspezifischen Gesichtspunkten erstellen
  • Güter kommissionieren

    • Material- und Informationsfluss vorbereiten
    • je nach Lager- und Kommissionierungssystem und Auftrag Güter zusammenstellen
    • Optimierungsmöglichkeiten vorschlagen
  • Güter verpacken

    • Verpackungskosten ermitteln
    • Güter kundenorientiert und unter Berücksichtigung von Güter- und Transportart, Transportweg und Wirtschaftlichkeit sowie vertraglicher, nationaler und internationaler Bestimmungen verpacken
    • geeignete Verpackungsmaschinen und -geräte auswählen
    • Waren beschriften und kennzeichnen
    • verbrauchtes Verpackungsmaterial umweltgerecht entsorgen
  • Güter verladen

    • Arbeitsabläufe in der Verladung planen
    • Verladung kosten- und kundenorientiert vorbereiten; dabei gesetzliche und vertragliche Vorgaben beachten
    • geeignete Fördermittel und Ladehilfen bereitstellen
    • Frachtgewicht und -volumen ermitteln, Verkehrs- und Beförderungsmittel auf Einsetzbarkeit kontrollieren
    • Güter auf Transportmittel verladen und sichern, unter Berücksichtigung von Versandart und Bestimmungsort
    • Verladung mit dem Frachtführer/der Frachtführerin absprechen
  • Güter versenden

    • Versandkosten ermitteln
    • Versandpapiere bearbeiten; ggf. fachspezifische Fremdsprachenkenntnisse anwenden
  • logistische Prozesse optimieren

    • Lagerbestände quantitativ und qualitativ prüfen und darüber die Einkaufsabteilung informieren
    • ABC-Analysen erstellen, um Lagerplätze je nach Zugriffshäufigkeit zu klassifizieren
    • Vorschläge zur Optimierung der Schnittstellen (z.B. Beschaffung/Lager) im logistischen Prozess machen
  • Güter beschaffen

    • Anfragen für Angebote erstellen, Angebote vergleichen
    • Waren bei geeigneten Anbietern bestellen
    • Bezahlung der gelieferten Güter veranlassen
  • Kennzahlen ermitteln und auswerten

    • Lagerkennziffern berechnen und als Kontrollinstrument einer wirtschaftlichen Lagerhaltung einsetzen
    • Inventuren durchführen
    • anhand von Belegen die Bestandsänderungen ermitteln; Bestandsänderungen auf entsprechenden Konten erfassen und Konten abschließen
    • einfache Jahresabschlüsse durchführen

 

Verdienstmöglichkeiten

Verdienst/Einkommen

Beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich): € 2.543 bis € 2.923

 

Berufsbezeichnungen

Tätigkeitsbezeichnungen

  • Fachkraft – Lagerlogistik

Auch übliche Berufsbezeichnung/Synonym

  • Lagerlogistiker/in

Abweichende Berufsbezeichnungen der ehemaligen DDR

  • Facharbeiter/Facharbeiterin für Lagerwirtschaft
    (Ausbildungsberuf von 1976 bis 1990)
  • Facharbeiter/Facharbeiterin für Umschlag und Lagerung (Gütertransport und -umschlag)
    (Ausbildungsberuf von 1985 bis 1990)
  • Facharbeiter/Facharbeiterin für Umschlag und Lagerung (Güterlagerung und Güterkontrolle)
    (Ausbildungsberuf von 1985 bis 1990)
  • Facharbeiter/Facharbeiterin für Umschlagprozesse und Lagerwirtschaft (Transport)
    (Ausbildungsberuf von 1970 bis 1985)
  • Facharbeiter/Facharbeiterin für Umschlagprozesse und Lagerwirtschaft (Umschlag)
    (Ausbildungsberuf von 1970 bis 1985)
  • Facharbeiter/Facharbeiterin für Umschlagprozesse und Lagerwirtschaft (Lagerwirtschaft)
    (Ausbildungsberuf von 1970 bis 1985)
  • Facharbeiter/Facharbeiterin für Warenumschlag
    (Ausbildungsberuf von 1985 bis 1990)

Frühere Berufsbezeichnungen

  • Fachkraft für Lagerwirtschaft
    (Ausbildungsberuf von 1991 bis 2004)
  • Zahnlagerist/Zahnlageristin – Zahnlagerverwalter/in
    (Ausbildungsberuf von 1939 bis 2001)

Vergleichbare Berufsbezeichnungen im deutschsprachigen Ausland

Schweiz

  • Logistiker/in – Distribution
  • Logistiker/in – Lager
  • Logistiker/in – Verkehr

Österreich

  • Lagerlogistiker/in

Berufsbezeichnung in englischer Sprache

  • Warehouse logistics operator (m/f)

Berufsbezeichnung in französischer Sprache

  • Technicien/Technicienne en logistique

 

Kompetenzen

Kernkompetenzen, die man während der Ausbildung erwirbt:

  • Beladen, Entladen
  • Beladeplanerstellung
  • Bestandskontrolle (Lagerwirtschaft)
  • Förderanlagen und Transportgeräte bedienen
  • Kommissionieren
  • Lagerverwaltungssysteme
  • Lagerwirtschaft
  • Logistik
  • Sachkunde Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen (VDI 2700)
  • Verpacken
  • Versand
  • Warenannahme, Wareneingangskontrolle

Weitere Kompetenzen, die für die Ausübung dieses Berufs bedeutsam sein können:

  • Automatisches Kleinteilelager (AKL)
  • Einkauf, Beschaffung
  • Führerschein Gabelstapler, Flurförderzeuge
  • Inventur
  • Lagerorganisation, -verwaltung
  • Pick-by-Voice
  • Tourenplanung
  • Transport- und Lagertechnik

 

Arbeitsbedingungen

Arbeitsorte

Fachkräfte für Lagerlogistik arbeiten in erster Linie

  • in Lagerhallen
  • in Fabrikhallen
  • in Kühlhäusern

Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch

  • auf Lagerplätzen im Freien
  • im Büro

Arbeitssituation

Fachkräfte für Lagerlogistik arbeiten beim Transport von Kisten oder Containern nicht nur mit Hebezeugen oder Regalbediengeräten, sondern auch mit der Hand. Waagen und Zähleinrichtungen, Verpackungsmaschinen, Frachttabellen und Ladelisten gehören ebenfalls zu ihren Arbeitsmitteln. Bei ihren Tätigkeiten tragen sie Schutzkleidung wie z.B. Sicherheitsschuhe, um Verletzungen zu vermeiden. In ihrem Arbeitsalltag wechseln sie zwischen Bildschirmarbeit in Büroräumen und Tätigkeiten in Lagerhallen, Ladevorzonen oder im Freien, wo sie Witterungsbedingungen, Zugluft oder Kälte ausgesetzt sind. Je nach Beschäftigungsbetrieb arbeiten sie häufig in Wechselschichten, einschließlich Nachtschichten.

Die Arbeit von Fachkräften für Lagerlogistik verlangt organisatorische Fähigkeiten und Sorgfalt, wenn Be- und Entladezeiten sowie Lagerplätze zugeteilt oder Lieferungen für den Versand richtig zusammengestellt werden müssen. Räumliches Vorstellungsvermögen ist wichtig, um die Güter im Lager unter Berücksichtigung von Warenart, Beschaffenheit, Volumen und Gewicht zu verstauen. Fördersysteme oder Hebezeuge zu bedienen und dabei das Umfeld zu erfassen und zu berücksichtigen, verlangt gute Auge-Hand-Koordination und Umsicht. Transport und Lagerung von Gefahrstoffen erledigen sie umsichtig und verantwortungsbewusst.

Arbeitsbedingungen im Einzelnen

  • Arbeit mit technischen Geräten, Maschinen und Anlagen
  • Handarbeit
  • Tragen von Schutzkleidung, -ausrüstung (z.B. Sicherheitsschuhe und Handschuhe, bei Bedarf auch Atemschutzmasken)
  • Arbeit in Büroräumen (z.B. am PC planen und organisieren, Verpackungskosten ermitteln, Einlagerungsvorgänge dokumentieren oder Angebotsvergleiche erarbeiten)
  • Arbeit in Lagerhallen
  • wechselnde Arbeitsorte (z.B. zwischen beheizten und gekühlten Lagerhallen wechseln)
  • Arbeit bei Kälte, Hitze, Nässe, Feuchtigkeit, Zugluft (z.B. in Ladevorzonen oder Kühlhäusern)
  • Unfallgefahr (beim Führen von Gabelstaplern, Kränen oder Hebebühnen, Bedienen von Förder- und Sortieranlagen)
  • Schichtarbeit
  • Verantwortung für Personen (z.B. Gefahrstoffe vorschriftsmäßig einlagern, um Mensch und Umwelt nicht zu schädigen)

 

Arbeitsgegenstände im Einzelnen

Arbeitsgegenstände/Arbeitsmittel

Transportgeräte und Behälter, z.B.: Gabelstapler, Regalfahrzeuge, Brückenkräne, Kisten, Container, Fässer

Anlagen, Maschinen und Geräte, z.B.: Förder- und Sortieranlagen, digitale Lagerassistenten, Zähleinrichtungen, Verpackungsmaschinen, Waagen, Computer, 3-D-Datenbrillen

Zubehör, z.B.: Spanngurte, Antirutschmatten, Luftsäcke

Technische Systeme, z.B.: RFID-Systeme

Unterlagen, z.B.: Frachttabellen, Warenbegleitpapiere, Ladelisten, Tourenpläne, ABC-Analysen, Verpackungsbestimmungen, Rechtsvorschriften zur Geräte- und Anlagensicherheit

 

Typische Branchen

Arbeitsbereiche/Branchen

Fachkräfte für Lagerlogistik finden Beschäftigung in Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche.

Branchen im Einzelnen

  • Transport, Verkehr
  • Chemie, Pharmazie, Kunststoff
  • Elektro
  • Fahrzeugbau, -instandhaltung
  • Glas, Keramik, Rohstoffverarbeitung
  • Handel
  • Holz, Möbel
  • Metall, Maschinenbau, Feinmechanik, Optik
  • Nahrungs-, Genussmittelherstellung
  • Papier, Druck
  • Textil, Bekleidung, Leder

 

Anpassungsweiterbildung

Anpassungsweiterbildung hilft, das berufliche Wissen aktuell zu halten und an neue Entwicklungen anzupassen (z.B. in den Bereichen Lager-, Material- und Warenwirtschaft, Transportlogistik, Gefahrguttransport).

Darüber hinaus können sich die Trends, Wearables (mobile Computersysteme, die man am Körper trägt) oder Drohnen und ggf. auch Robotertechnik einzusetzen, zu wichtigen Weiterbildungsthemen für Fachkräfte für Lagerlogistik entwickeln.

 

Aufstiegsweiterbildung

Aufstiegsweiterbildung bietet die Möglichkeit, beruflich voranzukommen und in Führungspositionen zu gelangen (z.B. durch die Prüfung als Logistikmeister/in oder als Fachkraft für Logistik und Materialwirtschaft).

Ein Studium eröffnet weitere Berufs- und Karrierechancen (z.B. durch einen Bachelorabschluss im Studienfach Logistik, Supply-Chain-Management).

 

Möglichkeiten nach Ausbildung

Mit Zusatzqualifikationen Chancen verbessern

Eine gute Startposition können sich angehende Fachkräfte für Lagerlogistik verschaffen, indem sie bereits während ihrer Ausbildung Zusatzqualifikationen erwerben, z.B. im Bereich Europäisches Waren- und Wirtschaftsrecht durch die Zusatzqualifikation „Europaassistent/in“.

Die passende Beschäftigung finden

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Fachkräfte für Lagerlogistik in Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche, die über eine Lagerhaltung verfügen.

Die Beschäftigungsfähigkeit sichern

Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Lagerwirtschaft bis hin zu Transportlogistik.

Beruflich weiterkommen

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Logistikmeister/in abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Logistik, Supply-Chain-Management erwerben.

 

Berufliche Einsatzmöglichkeiten

Berufliche Einsatzmöglichkeiten gegliedert nach Tätigkeitsfeldern:

Bau- und Transportgeräteführung

Lager-, Materialwirtschaft, Logistik

 

Ähnliche Berufe

Unmittelbare Job- und Besetzungsalternativen

Im Folgenden werden Berufe oder Tätigkeiten genannt, die Ähnlichkeiten zum Ausgangsberuf aufweisen. Diese Berufe stellen für Bewerber, die in ihrem erlernten Beruf keine freie Stelle finden, eine mögliche Alternative dar. Darüber hinaus können Arbeitgeber Fachkräfte dieser Berufe als Alternativen für die Besetzung einer Arbeitsstelle im Ausgangsberuf in Betracht ziehen.

Manche Alternativberufe umfassen nur Teiltätigkeiten des Ausgangsberufs, andere erfordern eine Einarbeitungszeit, die im Einzelfall unterschiedlich lang sein kann.

Folgende unmittelbare Beschäftigungs- und Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Fachkraft für Lagerlogistik an:

Job- und Besetzungsalternativen

für die Gesamttätigkeit (i.d.R. ohne Einarbeitung):

für Teiltätigkeiten und berufliche Einsatzmöglichkeiten (mit/ohne Einarbeitung):

in angrenzenden Berufen:

mit niedrigerem Qualifikationsniveau:

Eine Aufstellung aller möglichen Verwandtschaftsstufen findet man hier:

Erläuterungen zu den einzelnen Verwandtschaftsstufen

Weitere Jobalternativen (Bewerbersicht)

Folgende weitere Beschäftigungsalternativen bieten sich für den Beruf Fachkraft für Lagerlogistik an:

Tätigkeitsfeld Lager-, Materialwirtschaft, Logistik

Gemeinsamkeiten:

  • bei logistischen Planungs- und Organisationsprozessen mitwirken
  • Versand- und Begleitpapiere bearbeiten

Tätigkeitsfeld Lebensmittelherstellung

Gemeinsamkeiten:

  • Waren annehmen und prüfen
  • Waren produktspezifisch lagern
  • Waren versandfertig machen, verpacken, Frachtpapiere ausstellen

Hinweis: Die genannten Jobalternativen erfordern ggf. eine längere Einarbeitung, eine Zusatzausbildung oder eine neue Ausbildung, die allerdings oft verkürzt absolviert werden kann.

Weitere Besetzungsalternativen (Arbeitgebersicht)

Folgende weitere Besetzungsalternativen bieten sich für den Beruf Fachkraft für Lagerlogistik an:

Tätigkeitsfeld Lager-, Materialwirtschaft, Logistik

Gemeinsamkeiten:

  • bei logistischen Planungs- und Organisationsprozessen mitwirken
  • Versand- und Begleitpapiere bearbeiten

Tätigkeitsfeld Lebensmittelherstellung

Gemeinsamkeiten:

  • Waren annehmen und prüfen
  • Waren produktspezifisch lagern
  • Waren versandfertig machen, Frachtpapiere ausstellen